Porsche 901: Einer der ersten 911er kehrt zurück

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Das Porsche-Museum zeigt einen der ältesten 911er. Durch Zufall war der Wagen beim Dreh zu einer TV-Soap entdeckt worden. Drei Jahre später erstrahlt das Wrack in neuem Glanz.

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Ursprünglich hieß der Porsche 911 noch 901, so wie dieser, die Nummer 57 der Baureihe.
Ursprünglich hieß der Porsche 911 noch 901, so wie dieser, die Nummer 57 der Baureihe.
(Bild: Porsche AG)

Nach dreijähriger Restaurierung ist es so weit: Das Porsche-Museum zeigt in der Sonderschau „911 (901 Nr. 57) – Eine Legende nimmt Fahrt auf“ bis zum 8. April 2018 einen seiner jüngsten und den gleichzeitig ältesten Elfer der Sammlung. Das rote Coupé entstand im Oktober 1964 als eines der ersten Serienmodelle des Sportwagens noch unter der Typbezeichnung 901. Fast genau 50 Jahre später kaufte das Porsche-Museum die zufällig gefundene Rarität zurück und baute den Wagen vollständig neu auf.

Porsche hatte den Nachfolger des 356 ursprünglich unter der Typbezeichnung 901 entwickelt und vorgestellt. Nur wenige Wochen nach Produktionsbeginn musste das Coupé im Herbst 1964 wegen eines markenrechtlichen Einspruchs jedoch umbenannt werden und hieß fortan 911. Alle bis dahin produzierten Kundenfahrzeuge waren zwar unter der Bezeichnung 901 gebaut, aber als 911 verkauft worden. Eine solche Rarität fehlte dem Werk bislang in seiner Sammlung.

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2014 stieß das TV-Team der Doku-Soap „Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller“ beim Verwerten einer längst aufgegebenen Sammlung in einer Scheune auf zwei 911er aus den Sechzigerjahren. Bei der Rückfrage im Porsche-Museum stellte sich heraus, dass einer der beiden Sportwagen mit der Fahrgestellnummer 300.057 zu den seltenen Exemplaren zählt, die vor der Umbenennung gebaut wurden. Das Porsche-Museum kaufte beide 911 zum Schätzpreis unabhängiger Sachverständiger an und schloss damit eine wichtige Lücke in der Sammlung bedeutender Klassiker der Marke.

Unrestauriert und authentisch

Mitentscheidend für den Kauf war der unrestaurierte Zustand des frühen 911. Damit konnten die Spezialisten des Museums den Sportwagen so authentisch und originalgetreu wie möglich wieder aufbauen. Drei Jahre dauerte es, den stark von Rost zerfressenen Sportwagen wieder mit zeitgenössischen Originalblechen in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Motor, Getriebe, Elektrik und Innenausstattung wurden nach dem gleichen Prinzip instand gesetzt. Grundsätzlich hatte dabei der Erhalt von Teilen und Fragmenten Vorrang vor dem Komplettersatz.

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