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Porsche Boxster 211: Sportwagen light

| Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Kaum hat der Boxster sein Image als Hausfrauen-Porsche abgelegt, liefert der Hersteller selbst eine steile Spottvorlage. Die Light-Version 211 droht das Sprint-Duell mit dem Golf GTI zu verlieren.

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Porsche Light: Den Boxster gibt es jetzt auch mit 211 PS – allerdings nicht in Deutschland.
Porsche Light: Den Boxster gibt es jetzt auch mit 211 PS – allerdings nicht in Deutschland.
(Foto: Porsche)

Weil Porsche Emissionen sparen muss, kann das jetzt auch die Kundschaft. In Belgien und Norwegen bietet der Sportwagenhersteller eine kräftig gedrosselte Variante seines Einstiegsmodells Boxster an, die weniger kostet – vor allem aber weniger leistet.

Im neuen Boxster 211 kommt der aus dem Standardmodell bekannte 2,7-Liter-Sechszylinderboxermotor zum Einsatz, allerdings in einer von 195 kW/265 PS auf 155 kW/211 PS herunter getunten Version. Entsprechend schwächer fallen die Fahrleistungen aus: So schafft es der 211er mit einer Spurtzeit von 6,4 Sekunden nicht mehr unter die prestigeträchtige Sechs-Sekunden-Grenze. Auch die mögliche Höchstgeschwindigkeit sinkt von 264 km/h auf 245 km/h.

Das neue Einstiegsmodell könnte zwar für Spott an den Stammtischen sorgen, hat aber für Hersteller und Kunden zwei massive Vorteile. Letzterer zahlt etwa in Norwegen statt umgerechnet 92.600 Euro nur noch 84.200 Euro für den Spar-Porsche. Und der Hersteller kann sich über einen gesunkenen Flottenverbrauch freuen. Denn auf 100 Kilometern verbrennt das Cabrio nicht mehr 8,4, sondern nur noch 8,2 Liter – was immerhin einer CO2-Einsparung von 3 Gramm entspricht.

Selbst derart geringe Verbesserungen gewinnen vor dem Hintergrund immer strengerer Emissionsvorgaben Gewicht. Voraussichtlich wird es daher künftig auch in anderen Baureihen abgespeckte Varianten geben. In Deutschland bietet Porsche die Einstiegsmodelle zunächst allerdings nicht an.

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