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Porsche-Chef hält Renditeziel für nicht erreichbar

| Autor: Andreas Wehner

Porsche wird das selbst gesteckte Ziel von 15 Prozent Rendite in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise nicht erreichen. Der Chef des Autobauers, Oliver Blume, will jedoch schnell wieder auf das angepeilte Niveau kommen. Die Modellpalette soll nicht angetastet werden.

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Porsche-Chef Oliver Blume sieht den Autobauerin der Krise „vergleichsweise robust unterwegs“.
Porsche-Chef Oliver Blume sieht den Autobauerin der Krise „vergleichsweise robust unterwegs“.
(Bild: Porsche)

Porsche-Chef Oliver Blume hält das selbst gesteckte Renditeziel des Sportwagenbauers in diesem Jahr für nicht erreichbar. „Wir haben immer gesagt, dass 15 Prozent Umsatzrendite ein ehrgeiziger Maßstab sind. In den vergangenen Jahren lagen wir darüber. In diesem Jahr sind die 15 Prozent durch die Corona-Effekte nicht möglich, das ist heute schon klar“, sagte Blume im Interview mit dem „Handelsblatt“. Im ersten Quartal dieses Jahres lag die Rendite bei nur 9,5 Prozent.

Der Manager sieht Porsche in der Krise aber „vergleichsweise robust unterwegs“ und betonte, das angepeilte Renditeniveau schnell wieder erreichen zu wollen. „Wir haben umfangreich an unserer Kostenstruktur gearbeitet und darüber unseren Break-even weiter verbessert“, sagte Blume.

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Streichungen in der Modellpalette erteilte der Porsche-Chef eine klare Absage. Es werde allerdings „Anpassungen“ geben. „Wir haben […] überlegt, was sich vielleicht zeitlich etwas strecken lässt. Also die Schrittfolge zu ändern“, erläuterte Blume.

Durch die sechswöchige Unterbrechung der Produktion werde es zu Terminverschiebungen im Vertrieb kommen. Diese wolle Porsche „so klein wie möglich“ halten. Den Produktionsausfall will der Sportwagenbauer aufholen. „Unsere Fabriken arbeiten wieder mit Vollgas“, sagte Blume im „Handelsblatt“-Interview.

Während die Märkte in Europa noch mit der Krise zu kämpfen haben, geht es in China nach dem deutlichen Einbruch am Jahresanfang auch für Porsche wieder aufwärts. „Mittlerweile hat der Markt wieder angezogen, wir sind fast wieder auf dem Niveau von 2019“, sagte Blume. Auch in Japan und Südkorea sehe es gut aus. Dagegen sei die Situation in den USA sehr volatil und regional unterschiedlich. Vor allem der Lockdown in New York habe Porsche schwer getroffen. Dort ist der Autobauer traditionell stark.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«