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Porsche GT2 RS „MR“: Rundenrekord vom Haustuner

| Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Nachdem Lamborghini erst im Sommer den Rekord für das schnellste Straßenfahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife von Porsche abgejagt hatte, schlagen die Stuttgarter nun zurück – und führen das Ganze etwas ad absurdum.

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Der Porsche GT2 RS MR ist das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nordschleife.
Der Porsche GT2 RS MR ist das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nordschleife.
(Bild: Porsche)

Der Porsche GT2 RS ist wieder das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug auf der Nordschleife des Nürburgrings. Nachdem der alte Porsche-Rekord von 6:47 Minuten (aufgestellt von Werksfahrer Lars Kern auf einem serienmäßigen GT2 RS) in diesem Sommer von Lamborghini mit einem ebenfalls serienmäßigen Aventador SVJ um zwei Sekunden auf 6:45 Minuten gedrückt wurde, hat sich Porsche an Manthey Racing in Meuspath gewandt.

Das Einsatzteam für Porsches GT-Programm in der Sportwagen-Weltmeisterschaft ist auch der hauseigene Nordschleifen-Spezialist der Stuttgarter. Durch Änderungen an der Aerodynamik und an der Abstimmung des Fahrwerks konnte der Eifler Traditionsrennstall, der seit ein paar Jahren zu 51 Prozent Porsche gehört, bisher noch ungenutztes Potenzial am GT2 RS freisetzen, dessen offizieller Rekordhalter-Name nun GT2 RS „MR“ (für „Manthey Racing“) lautet. Erneut saß Lars Kern hinter dem Steuer und umrundete den 20,8 Kilometer langen Kurs nun in exakt 6:40 Minuten.

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Allerdings handelt es sich beim direkten Gegner Aventador SVJ um ein Serienfahrzeug, was man vom „getunten“ GT2 RS MR so nicht behaupten kann – auch, wenn das Upgrade-Paket käuflich zu erwerben sein soll. Beide Hersteller – Porsche und Lamborghini – brachten ihre Rekordrunden nach wochenlangem Testen und viel Feinarbeit auf die Strecke, die Luft ist also bei beiden Marken schon sehr dünn.

Wenn persönliche Haustuner nun, wie im Rennsport üblich, die Fahrzeuge der Hersteller verfeinern, wird der ohnehin schon undurchsichtige Rekord-Wettbewerb auf der Nordschleife weiter verwässert.

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