„Porsche-Händler investieren 200 Millionen Euro“

Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Wolfgang Michel

Nach zwei Rekordjahren in Folge ist Porsche auch für 2013 optimistisch. Was sich das Fabrikat erwartet, erläutert Deutschland-Chef Klaus Zellmer im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.

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(Foto: Porsche)

Redaktion: 2011 und 2012 waren sehr gute Jahre für Porsche Deutschland. Wie wird 2013?

Klaus Zellmer: Nach dem Rekordjahr 2011 konnten wir auch 2012 nochmals deutlich zulegen. Obwohl der Markt im vergangenen Jahr insgesamt um rund drei Prozent zurückging, konnten wir unsere Kundenauslieferungen um 17 Prozent steigern. Mit unseren attraktiven Produkten und einer hervorragend aufgestellten Handelsorganisation haben wir damit 2012 ein weiteres Rekordjahr hingelegt. Das gilt übrigens neben dem Neuwagengeschäft auch für das Servicegeschäft.

Wie haben die Porsche-Partner im Service ein Rekordjahr erlangt?

Indem wir unser Selbstverständnis im Vertrieb, das „Customer for Life“-Prinzip, mit Leben füllen und – neben dem verkaufsinduzierten Wachstum –insbesondere Aktivitäten lancieren, die Kunden älterer Fahrzeuge ins Porsche-Zentrum holen. Auch durch unseren exzellenten Service konnten wir noch mehr Kunden überzeugen, Servicearbeiten den autorisierten Porsche-Zentren anzuvertrauen.

Hat Porsche dafür spezielle Programme entwickelt?

Wir haben diverse Instrumente, die uns bei der Loyalisierung unserer Kunden helfen. Da ist beispielsweise die Porsche-Approved-Gebrauchtwagen-Garantie. Ein weiteres Instrument ist unsere Porsche-Classic-Card, mit der wir den Fahrern älterer Porsche-Fahrzeuge spezielle Serviceangebote und eine Mobilitätsgarantie zur Seite stellen. In Summe konnten wir so im letzten Jahr deutlich mehr Servicestunden und Ersatzteile absetzen.

Wie viel zusätzliches Servicevolumen kam in die Porsche-Werkstätten – und wie konnten diese die Zunahme stemmen?

Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir 2012 im Servicegeschäft rund zehn Prozent Umsatzwachstum. Geschafft haben die Porsche-Zentren dies unter anderem durch eine gezielte Erhöhung der Werkstattkapazitäten. Hierbei kam ein Mix an Maßnahmen, von flexiblen Personaleinsatzmodellen bis hin zu baulichen Erweiterung zum Einsatz. Dies hilft uns in der Zukunft, Überkapazitäten bei Marktschwankungen zu vermeiden.

Wird 2013 ein Krisenjahr?

Im vergangen Jahr konnte ich zur gleichen Zeit sehr zuversichtlich ein weiteres Rekordjahr prognostizieren. In diesem Jahr fahren wir zunächst auf Sicht und versuchen so nahe wie möglich an das Vorjahresergebnis anzuschließen. Aktuell sind wir sehr zufrieden mit unserer Auftragslage und blicken mit Spannung auf die neuen Modelle wie den jetzt verfügbaren Cayman, den die Presse bereits in höchsten Tönen lobt. Auch der neue 911 GT3 kam auf der Messe in Genf hervorragend an. 2013 wird in Summe ein sehr herausforderndes Jahr, bevor wir in 2014 wieder stärker wachsen.

Warum?

Da geht die fünfte Modellreihe von Porsche, der Macan, an den Start. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Auto ein echtes Erfolgsmodell für Porsche wird. Und deswegen müssen wir uns 2013 auf den Macan vorbereiten. Zum Beispiel mit Porsche-Business-Excellence, einer Art „Fitnesstest“ für alle Prozesse in den Porsche-Zentren.

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