Porsche: „Kein Neubau nötig“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führten Wolfgang Michel und Martin Achter / Martin Achter

Viele Händler haben in den vergangenen Jahren erst neu gebaut. Jetzt fordert der Hersteller eine neue Architektur. Deutschlandchef Alexander Pollich erläutert, was das für die Partner bedeutet – und warum 2019 für die Marke ein besonderes Jahr ist.

Porsche-Deutschlandchef Alexander Pollich: Der Hersteller testet aktuell auch neue Vertriebskonzepte wie Fahrzeugabonnements.
Porsche-Deutschlandchef Alexander Pollich: Der Hersteller testet aktuell auch neue Vertriebskonzepte wie Fahrzeugabonnements.
(Bild: Achter)

Redaktion: Herr Pollich, gemessen am Absatz ist Porsche im vergangenen Jahr leicht im Rückwärtsgang gefahren. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres gingen die Neuzulassungen deutlich nach unten. Warum?

Alexander Pollich: Während Porsche im vergangenen Jahr weltweit vier Prozent mehr Fahrzeuge ausliefern konnte, hatten wir in Deutschland mit der Umstellung auf WLTP und Ottopartikelfilter zu kämpfen. Das führte unterm Strich zu einem Rückgang der Neuzulassungen um zwei Prozent. Mit diesen Herausforderungen waren alle Hersteller konfrontiert. Gemessen daran haben wir aus unserer Sicht letztlich ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Wir sind stolz auf das, was wir zusammen mit unseren Händlern geleistet haben. Wir haben unsere Partner frühzeitig auf diese Situation hingewiesen, damit sie sich darauf einstellen konnten. Der Rückgang im Januar und Februar 2019 ist auch dem Umstand geschuldet, dass die ersten zwei Monate des vergangenen Jahres extrem stark waren.