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Porsche SE: Kaum Umsatz, gigantischer Gewinn

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Das Geschäftsmodell „große Beteiligung an Volkswagen“ funktioniert für die Porsche SE weiter prächtig. Ohne nennenswerte Umsätze zu erzielen, strich die Stuttgarter Holding im vergangenen Jahr 4,4 Milliarden Euro ein.

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Hans Dieter Pötsch ist Vorstandschef der Porsche SE.
Hans Dieter Pötsch ist Vorstandschef der Porsche SE.
(Bild: Volkswagen AG)

Der Gewinnzuwachs bei Volkswagen spült auch der Dachgesellschaft Porsche SE deutlich mehr Geld in die Kasse. Die Stuttgarter Holding verbuchte für 2019 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 4,4 Milliarden Euro, wie sie am Freitag mitteilte. Das sind gut 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlich stärker soll die Dividende steigen: Fast eine Milliarde Euro will die Porsche SE an ihre Aktionäre ausschütten, 41 Prozent mehr als für das Jahr 2018. Die Entscheidung darüber trifft die Hauptversammlung am 19. Mai.

Die Porsche SE ist mit 53,1 Prozent der Stimmrechte der größte Aktionär des Volkswagen-Konzerns. Die Holding hatte den Anteil Anfang des vergangenen Jahres noch ausgebaut. Kontrolliert wird sie von den Familien Porsche und Piëch, an die auch ein Großteil der Dividende geht.

Die Beteiligung am VW-Konzern ist im Wesentlichen das Geschäft der Stuttgarter Holding. Sie weist deshalb auch kaum Umsätze aus. Trotz einiger kleinerer Beteiligungen hängt das Ergebnis immer noch nahezu ausschließlich an der Entwicklung von VW in Wolfsburg. Details zum vergangenen Geschäftsjahr wollte die Porsche SE eigentlich am 24. März vor Journalisten und Analysten erläutern. Der Termin wurde allerdings abgesagt.

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