Porsche-Verbrauchswerte sind möglicherweise fehlerhaft

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Porsche könnten teure Schadenersatz-Forderungen ins Haus stehen. Möglicherweise hat der Autobauer fehlerhafte Verbrauchswerte für den 911er gemeldet. Der Autobauer hat das Problem den Behörden in Deutschland und den USA angezeigt.

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(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Der Autobauer Porsche hat bei seinem Sportwagen 911 möglicherweise fehlerhafte Verbrauchswerte angegeben. Das Problem hat das Unternehmen vorsorglich dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), aber auch den zuständigen Stellen in den USA angezeigt, sagte ein Sprecher am Freitag. Am Donnerstag war der Vorfall erstmals bekannt geworden. Auch in Südkorea habe Porsche die Behörden informiert, so der Sprecher.

Es geht um Fahrzeuge, die in den Jahren 2016 und 2017 gebaut wurde. Porsche bestätigte, dass es um Abweichungen bei den Windwiderstandswerten geht, die bei Tests auf dem Rollenprüfstand zugrunde gelegt werden. Der Sachverhalt werde derzeit noch untersucht, sowohl intern als auch in enger Abstimmung mit der Behörde, hieß es. „Porsche sieht es als Selbstverständlichkeit und Ausdruck seiner Firmenkultur an, die zuständigen Behörden aktiv zu informieren“, betonte ein Sprecher.

Einen Zusammenhang zu Fällen, die die Motorsteuerungssoftware betreffen, gebe es aber nicht, betonte Porsche. Diese Software spielt eine bedeutende Rolle beim Thema illegale Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung von Diesel-Fahrzeugen. Solche Abschalteinrichtungen hatten die Behörden auch in Porsche-Autos entdeckt. In seinen 911er Sportwagen verbaut Porsche ohnehin nur Benzinmotoren.

Weichen die tatsächlichen Verbrauchswerte zu weit von den ursprünglich angegebenen ab, drohen Autobauern Schadenersatz- und Steuernachforderungen sowie unter Umständen auch Geldstrafen. Nach der Diskussion um manipulierte Diesel-Motoren hatten sich Konzerne deshalb vorsorglich selbst angezeigt. Die Porsche-Mutter VW beispielsweise warnte im November 2015 vor Unregelmäßigkeiten bei CO2-Werten von rund 800.000 Autos und gab hinterher Entwarnung.

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