Porsche verkauft 2018 weniger Autos in Deutschland

Weltweiter Auslieferungsrekord

| Autor: dpa/ys

Mit einem Plus von 38 Prozent war der Panamera 2018 das Porsche-Modell mit der größten prozentualen Absatz-Steigerung.
Mit einem Plus von 38 Prozent war der Panamera 2018 das Porsche-Modell mit der größten prozentualen Absatz-Steigerung. (Bild: Porsche)

Porsche hat 2018 in Deutschland 27.541 Autos verkauft – 3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wie der Sportwagenbauer am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, gingen außerdem die Gesamtverkäufe in Europa um 4 Prozent auf 77.216 Einheiten zurück. Nach neun Monaten hatte das Unternehmen in der Bundesrepublik noch die größten Zuwächse von 13 Prozent gemeldet, in Europa waren die Verkäufe bis September um 9 Prozent gestiegen.

„In Europa hatten wir im vierten Quartal 2018 durch die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und auf Ottopartikelfilter große Herausforderungen zu bewältigen, die wir auch im ersten Halbjahr 2019 noch spüren werden“, warnte Vertriebschef Detlev von Platen vor einem schwächeren Start ins neue Jahr. Seit dem 1. September dürfen in der EU keine Fahrzeuge mit dem alten Abgas- und Verbrauchsprüfverfahren NEFZ mehr zugelassen werden.

Insbesondere der Volkswagen-Konzern mit den Marken VW, Audi und Porsche hatte bei der Umstellung auf das WLTP-Prüfverfahren Probleme, weil lange Zeit die erforderlichen Zulassungen fehlten. Vor dem Stichtag hatten die Unternehmen Restbestände mit Rabatt auf den Markt geworfen und hohe Zuwächse erzielt, danach waren viele Modelle zwischenzeitlich nicht verfügbar. Im September hatte der Porsche-Vorstand zudem endgültig beschlossen, keine Dieselmodelle mehr anzubieten. Bereits seit Mitte Februar sind diese aus dem Programm genommen.

Starkes China-Geschäft

Global betrachtet liegt hinter Porsche trotz der Probleme in der Heimat ein erfolgreiches Jahr: Dank eines starken Abschneidens in China haben die Zuffenhausener einen neuen Verkaufsrekord erzielt. Weltweit 256.255 ausgelieferte Autos bedeuteten ein Plus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In China kletterten die Verkäufe um 12 Prozent auf 80.108 Autos, das Land blieb damit der größte Einzelmarkt. Auch in den USA stiegen die Verkäufe um 3 Prozent auf 57.202 Einheiten.

Beim Blick auf die Modellreihen legte der Panamera weltweit mit einem Plus von 38 Prozent auf 38.443 verkaufte Einheiten die größte prozentuale Steigerung hin. Trotz Generationenwechsel stiegen außerdem die Auslieferungen des 911 um 10 Prozent auf 35.573 Fahrzeuge. Volumenmäßig hatte der Macan mit 86.031 verkauften Fahrzeugen die Nase vorn, dahinter folgt der Cayenne mit 71.458 Auslieferungen.

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