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Porsche wartet auf die Absatz-Trendwende

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Derzeit kämpft Porsche mit Absatzproblemen in verschiedenen Vertriebsregionen. Am stärksten fiel das Minus im März in Europa aus. Trotzdem bleiben die Verantwortlichen zuversichtlich für das Jahr.

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(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

WLTP-Probleme, Modellwechsel und ein schwächelndes China-Geschäft: Der Sportwagenbauer Porsche hat zum Start ins Jahr 2019 deutlich weniger Autos an die Kunden gebracht als im Jahr zuvor. Weltweit wurden im ersten Quartal 55.700 Fahrzeuge ausgeliefert, wie die Volkswagen-Tochter am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Das waren zwölf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem Porsche allerdings auch sehr gut abgeschnitten hatte.

Besonders stark gingen die Zahlen in Deutschland und dem übrigen Europa zurück, weil die Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP im vergangenen Herbst Schwierigkeiten bereitet hatte, die sich laut Porsche immer noch auswirken. Gut 14.000 ausgelieferte Autos in Europa bedeuteten ein Minus von 32 Prozent.

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In China brachte der Sportwagenbauer knapp 16.900 und damit zehn Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden. Einerseits habe sich die Konjunktur dort insgesamt abgeschwächt, hieß es. Andererseits hätten viele Kunden ihren Kauf verschoben, um eine angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer abzuwarten. In den USA legten die Auslieferungen um acht Prozent auf gut 15.000 Fahrzeuge zu.

„2019 beginnt anspruchsvoll für uns und die gesamte Automobilindustrie“, sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Er rechnet allerdings damit, dass sich die Lage im Laufe des Jahres dreht und die Auslieferungen es am Ende noch leicht über das Niveau von 2018 schaffen. Dabei helfen sollen vor allem die neuen Versionen des 911ers und des kleinen Geländewagens Macan.

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