Positives Ergebnis für Autogas

Autor / Redakteur: Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Der ADAC hat Autofahrer gefragt, wie zufrieden sie mit ihren Autogas-Fahrzeugen sind. Die Technik bekam gute Noten, die Umrüster haben dagegen noch Nachholbedarf.

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Der am häufigsten genannte Autogasanlagen-Hersteller ist die Firma Prins mit 26,9 %. Mit deutlichem Abstand folgen die Firmen BRC (13,0 %), Landi-Renzo (7,5 %) und Vialle (6,2 %). 3,8 % der Umfrageteilnehmer beantworteten diese Frage nicht.
Der am häufigsten genannte Autogasanlagen-Hersteller ist die Firma Prins mit 26,9 %. Mit deutlichem Abstand folgen die Firmen BRC (13,0 %), Landi-Renzo (7,5 %) und Vialle (6,2 %). 3,8 % der Umfrageteilnehmer beantworteten diese Frage nicht.
(Grafik: ADAC)

Die Preisentwicklung für Benzin und Diesel spielt den alternativen Kraftstoffen wie Autogas wieder mehr Interessenten zu: 10.580 Neuzulassungen mit LPG-Antrieb verzeichnete das KBA im Jahr 2012 bis Ende November in Deutschland. Erfahrungsgemäß liegt die Zahl der nachträglich umgerüsteten Fahrzeuge um ein Vielfaches höher. Im Vergleichszeitraum 2011 kauften dagegen lediglich 4.195 Autofahrer einen Neuwagen mit LPG-Antrieb.

Zum Vergleich: Mit Erdgas-Antrieb kamen laut KBA bis Ende November 2012 lediglich 4.866 Neuwagen auf die Straße (5.930 im Vergleichszeitraum 2011), mit Elektroantrieb 2.695 (1.994 im Jahr 2011) und mit Hybridantrieb 20.009 (11.358 im Jahr 2011).

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Das neu erwachte Interesse der Autofahrer am LPG-Antrieb veranlasste den ADAC dazu, bei Fahrern dieser Fahrzeuge nachzufragen, welche Autos sie wann umrüsten ließen und wie zufrieden sie mit der Antriebsalternative sind. Nach eigenen Angaben erhielt der Autofahrerclub in der zwischen April und August 2012 durchgeführten Umfrage 4.319 verwertbare Antworten.

Wie zu erwarten, lag der Höhepunkt der Autogasnachfrage im Jahr 2008. In diesem Jahr, das durch sehr hohe Kraftstoffpreise geprägt war, stiegen 28 Prozent der Befragten auf ein Fahrzeug mit LPG-Antrieb um.

Die meisten Fahrzeuge wurden im ersten oder zweiten Lebensjahr umgerüstet (31 Prozent). Aber auch bei älteren Fahrzeugen ist eine Umrüstung durchaus nicht selten. So wurden rund 30 Prozent erst im Alter von fünf bis zehn Jahren umgerüstet; zwölf Prozent waren sogar älter als zehn Jahre. Lediglich acht Prozent der Teilnehmer gaben an, einen mit Autogas ausgerüsteten Neuwagen gekauft zu haben.

Die überwältigende Mehrheit der Autofahrer ließ ihren Wagen in Deutschland umrüsten (94 %). Diejenigen, die es in Ausland zog, fuhren zu mehr als 43 Prozent nach Polen und zu rund 40 Prozent in die Niederlande.

Verwunderlich ist die Antwort vieler Teilnehmer auf die Frage, ob sie ihr Auto in einem Fachbetrieb umrüsten ließen: Immerhin elf Prozent wussten gar nicht, ob ihr Umrüster ein Fachbetrieb war. Die Auswahl des Betriebs erfolgte laut ADAC in den meisten Fällen auf Empfehlung (30 Prozent) oder über das Internet (28 %).

ZDK unterstützt Gas-Umrüstbetriebe

Um Autofahrern die Suche nach einem qualifizierten Umrüstbetrieb zu erleichtern und Kfz-Betrieben die Möglichkeit zu geben, sich als solche zu präsentieren, hat der ZDK eigens eine eigene Datenbank im Internet eingerichtet. Unter www.kfz-gasbetrieb.de können umrüstwillige Autofahrer nach Autohäusern und Werkstätten mit GAP- und/oder GSP-Anerkennung suchen. Die Seite basiert auf der allgemeinen Betriebssuche des Verbandes. Innungsbetriebe, die dort bereits eingetragen sind, tauchen jedoch nicht automatisch in der Umrüster-Datenbank auf. Sie müssen sich im Mitgliederbereich des ZDK-Internetauftritts hierfür noch einmal eintragen.

Auf die Frage, von welchem Hersteller die Autogas-Anlage in ihrem Auto stammt, antworteten die meisten mit „Prins“ (26,9 %). Mit deutlichem Abstand folgen die Firmen BRC (13 %) und Landi-Renzo (7,5 %). Meistverbauter Anlagentyp ist die Verdampfer-Anlage mit fast 60 Prozent. Der Anteil an den neueren Flüssiggas-Einspritzsystemen lag bei rund 23 Prozent. Etwa 16 Prozent der Umfrageteilnehmer wussten nicht, welche Anlagentechnik in ihrem Fahrzeug verbaut wurde.

Kritisch ist, dass rund 13 Prozent der Befragten nicht sagen konnten, ob zusätzlich zu ihrer Autogas-Anlage ein Additiv-System zum Schutz der Ventile eingebaut ist – schließlich müssen sie das regelmäßig nachfüllen bzw. nachfüllen lassen.

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Noch wesentlich mehr Umfrageteilnehmer wussten zudem nicht, ob die in ihrem Auto eingebaute Anlage eine ECE-R-115-Genehmigung hat. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Beratung vor der Umrüstung und die Einweisung bei der Übergabe des Autos in vielen Betrieben zu wünschen übrig lassen.

Fast alle Automarken

Als Umrüstkosten nannten 45 Prozent Beträge zwischen 2.001 und 2.500 Euro. Jeweils etwa 22 Prozent bezahlten zwischen 2.501 und 3.000 bzw. 1.001 und 2.000 Euro.

Die Fahrzeuge der Umfrageteilnehmer stammten von Marken von Alfa Romeo bis hin zu Volkswagen – also waren nahezu alle Hersteller vertreten. Am meisten beteiligten sich Fahrer von Opel (13,8 %), VW (9,5 %), Mercedes (9,2 %) und BMW (8,4 %).

Wartung und notwendige Reparaturen

Die überwiegende Mehrheit der Umfrageteilnehmer (91,3 %) lässt Wartungen und Reparaturen an ihrem Fahrzeug in freien Werkstätten oder in Vertragswerkstätten durchführen.

Reparaturen an der Gasanlage ihres Fahrzeuges mussten schon bei fast der Hälfte der Umfrageteilnehmer (49,1 %) durchgeführt werden. Am häufigsten waren Einstellungsarbeiten (57,7 %) erforderlich, wie die Nachjustierung der Gasanlage sowie das Aufspielen von Software-Updates. Aber auch Reparaturen am Tanksystem (25,7 %) und am Einspritzsystem (23,9 %) wurden oft durchgeführt (siehe auch Übersicht in der Bildergalerie).

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Trotzdem würden sich rund 88 Prozent der Umfrageteilnehmer auch beim nächsten Auto wieder für Autogas entscheiden. Etwa zehn Prozent würden dagegen kein Autogasfahrzeug mehr wählen. Die Mehrheit von ihnen würde dann wieder auf einen Diesel (60,9 %) zurückgreifen. Von den anderen alternativen Antriebsarten wurde der Hybridantrieb mit 11,0 Prozent am häufigsten genannt.

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