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Preissenkung für neuen Qashqai

Redakteur: Andreas Grimm

Nissan will mit der Neuauflage des Qashqai in diesem Jahr Marktanteile gewinnen. Eine bessere Ausstattung bei gesenkten Preisen sind gute Verkaufsargumente für den Handel.

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Der Qashqai ist seit einigen Monaten der Renner bei den Nissan-Händlern. Jeder dritte Nissan wird von dieser Baureihe verkauft.
Der Qashqai ist seit einigen Monaten der Renner bei den Nissan-Händlern. Jeder dritte Nissan wird von dieser Baureihe verkauft.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nissan hat die Neuauflage seines Volumenbringers Qashqai auf den Markt gebracht. Die überarbeitete Version spielt in den Planspielen der Verantwortlichen von Nissan Center Europe eine wichtige Rolle. Auf Basis der Verkaufserfolge des Vorjahres, als 23.400 Qashqai neu zugelassen wurden, soll das Modell helfen, den anvisierten Marktanteil von 2,1 Prozent zu erreichen.

Das Modell, auf das im vergangenen Jahr gut ein Drittel der Verkäufe des Importeurs entfielen, ist im Markt weiterhin sehr beliebt. Seit Ende Februar habe man wieder Qashqai verkauft wie zu Abwrackprämien-Zeiten, hatte Andreas Gabriel, Geschäftsführer Nissan Center Europe, vor kurzem berichtet. Dank einer erhöhten Produktionskapazität im britischen Nissan-Werk Sunderland könne man das Potenzial des Autos nun voll ausschöpfen.

Grundsätzlich bleibt das Kompaktmodell bei seinen Wurzeln. Der Crossover-Grundcharakter, der laut Nissan „die Dynamik einer sportlichen Schräghecklimousine mit der Robustheit und Solidität eines kompakten SUV verbindet“, bleibt unberührt. Dennoch wurde die Außenhülle deutlich überarbeitet: Motorhaube, Kotflügel, Kühlergrill und Scheinwerfer haben die Nissan-Designer neu gestaltet. Die Frontpartie haben sie sogar verlängert, sodass der neue Qashqai 17 Millimeter länger ist als der Vorgänger.

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Länger und windschnittiger

Am Fahrzeugheck trägt das Kompaktfahrzeug neue Rückleuchten und einen modifizierter Dachspoiler. Zur Modellpflege zählen zudem Leichtmetallfelgen sowie aerodynamische Eingriffe, wodurch der Qashqai jetzt einen Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,33 erreicht. Ein geglätteter Fahrzeugboden soll neben den aerodynamischen Vorteilen zudem das Geräuschniveau im Innenraum spürbar senken.

Entscheidend für die Kunden, immerhin findet Nissan drei Viertel seiner Käufer im Endkundensegment, dürfte allerdings die Preissenkung sein. Trotz der Überarbeitung und einer besseren Grundausstattung liegt der Einstiegspreis jetzt 700 Euro niedriger als beim bisherigen Modell. Als Fünfsitzer ist das Kompaktfahrzeug damit ab 19.490 Euro erhältlich, für den Siebensitzer, den „Qashqai+2“, werden 20.990 Euro fällig.

In der Fahrzeugkabine wird die Überarbeitung ebenfalls deutlich. Leichter ablesbare Rundinstrumente unterstützten den Fahrer, der zudem zwischen neue Farbkombinationen für das Interieur auswählen kann. Hilfe kommt auch von einem neuen Fahrerassistenzsystem. im neuen Qashqai gehört eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Speed-Limiter-Funktion nun zur Grundausstattung.

Motorenprogramm bleibt unverändert

Unverändert bleibt dagegen das Motorenprogramm. Die Käufer können zwischen vier Aggregaten wählen – je zwei Diesel und Benziner. Dazu kommt die Option, das Fahrzeug mit einem reinen Front- oder einem „All Mode 4x4“-Antrieb auszustatten. Dank der aerodynamischen Verbesserungen sinkt in allen Varianten der Verbrauch gegenüber dem Vorgängermodell.

Der komplett aus Aluminium gefertigte 1,6-Liter-Einstiegs-Benziner leistet 84 kW/114 PS. Sein Durchschnittsverbrauch beträgt 6,6 l/100 km (zum CO2-Rechner). Der ebenfalls auf Leichtbau getrimmte 2,0-Liter-16V holt aus 1.997 Kubikzentimetern 104 kW/141 PS bei einem maximalen Drehmoment von 196 Nm. Den 2,0-Liter-Motor bietet Nissan in Deutschland sowohl mit Front- als auch mit ALL-MODE 4x4-System an; der Verbrauch liegt beim handgeschalteten Fronttriebler bei 7,8 l/100 km. Bei den Getrieben gibt es die Wahl zwischen einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer stufenlosen XTRONIC-CVT-Automatik mit manueller Schaltoption.

Die Diesel-Einstiegsversion 1.5 dCi mit 78 kW/105 PS und 240 Nm Drehmoment verbraucht 4,9 l/100 km in der Eco-Version bzw. 5,2 l/100 km. Der darüber angesiedelte 2.0 dCi bringt es auf 110 kW/150 PS und ein Top-Drehmoment von 320 Nm, während der Verbrauch bei 6,4 l/100 km liegt – jeweils beim 2WD MT. Auf der Getriebeseite erhalten Kunden des 1.5 dCi serienmäßig den manuellen Sechsgangschalter – Käufer des 2.0 dCi haben die Alternative zwischen einer manuellen Sechsgangbox oder einer Sechsstufen-Wandlerautomatik.

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