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Premium-City: Metropolmarkt München

Redakteur: Udo Schwickal

München polarisiert: Für die einen ist es die nördlichste Stadt Italiens, für die anderen die bayerische Schickimicki-Metropole. Daneben ist München aber auch die Stadt von BMW und Sixt.

BMW-Stadt München: Die Marke hat hier einen Marktanteil von 30,5 Prozent.
BMW-Stadt München: Die Marke hat hier einen Marktanteil von 30,5 Prozent.
(Foto: BMW)

Die bayerische Hauptstadt wächst und wächst. Während die Demografen in vielen Teilen Deutschlands für die Zukunft entvölkerte Landschaften prognostizieren, hat die Bevölkerung in München zusammen mit den Landkreisen inzwischen die 1,5-Millionen-Marke erreicht. Damit ist die bayerische Hauptstadt nach Einwohnern die drittgrößte Kommune Deutschlands – hinter Berlin und Hamburg.

Mittlerweile gilt es als schick, in der Isar-Metropole zu wohnen oder seinen Firmensitz hier zu haben. Alteingesessene Unternehmen wie Siemens, Allianz, Munich Re und nicht zuletzt BMW würden nicht im Traum daran denken, der Stadt den Rücken zu kehren – trotz explodierender Immobilienpreise und der höchsten Gewerbesteuer in der Republik. Die hohen Kosten für Gewerbetreibende haben auch Auswirkungen auf eine besonders kapitalintensive Branche: den Automobilhandel. Da die Branche seit Jahren mit einer Umsatzrendite unter einem Prozent überleben muss, geben immer mehr Familienbetriebe das Geschäft auf. Große Gruppen oder Niederlassungen drücken in die frei gewordenen Marktgebiete und sorgen für eine deutliche Konzentration in der Branche. Die Metropolregion München ist dabei kein Einzelfall, hier zeigt sich die Entwicklung jedoch sehr deutlich.