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Premiummarken bremsen Volkswagen-Wachstum im Juni

| Autor: Christoph Seyerlein

Trotz Dieselkrise und WLTP-Problemen: Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr 2018 mehr Autos verkauft als jemals zuvor in den ersten sechs Monaten eines Jahres. Ganz so viel Schwung wie im bisherigen Jahresverlauf hatte der Autobauer im Juni allerdings nicht.

Audi schwächelte im Juni beim Absatz.
Audi schwächelte im Juni beim Absatz.
(Bild: Audi)

Volkswagen hat das erste Halbjahr 2018 mit einem neuen Auslieferungsrekord abgeschlossen. Mit 5,5 Millionen Neuwagen verkaufte der Konzern mehr Einheiten als jemals zuvor in den ersten sechs Monaten eines Jahres. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich der Wolfsburger Autobauer um 7,1 Prozent bzw. fast 400.000 Auslieferungen.

In Euphorie verfällt Konzern-Vertriebsvorstand Fred Kappler deswegen allerdings nicht. Er erwartet im zweiten Halbjahr etwas härtere Zeiten. „Wir rechnen im zweiten Halbjahr 2018 aufgrund der Einführung des neuen Prüfverfahrens WLTP mit Auswirkungen auf unsere Auslieferungen. Einige Fahrzeuge werden wir vermutlich später als geplant an Kunden übergeben“, so Kappler.

Schon im Juni lief es nicht auf allen Ebenen reibungslos. Mit 958.600 verkauften Autos (+4,1 %) wuchs Volkswagen im zurückliegenden Monat langsamer als im bisherigen Jahresverlauf. In Europa (+11 %) und Südamerika (+11,3 %) präsentierte sich der Konzern zwar stark, Rückschläge in den wichtigen Märkten Nordamerika (-3,4 %) und vor allem China (-2,2 %) machten sich aber bemerkbar. Das Minus im Reich der Mitte führt der Autohersteller auf eine Kaufzurückhaltung der Kunden aufgrund gesenkter Einfuhrzölle auf Importwagen zurück.

Gebremst wurde Volkswagens Wachstum im Juni auch von einem schwachen Monat seiner Premiumfabrikate. Audi verkaufte 3,8 Prozent weniger Autos als noch im Juni 2017, bei Porsche stand unterm Strich ein Minus von 5,3 Prozent. Weiter stark unterwegs waren dagegen Seat (+13,7 %) und Skoda (+10,8 %), auch die Kernmarke VW Pkw konnte im Juni zulegen (+4,2 %). Die Nutzfahrzeugsparte entwickelte sich ebenfalls positiv, sowohl Volkswagen Nutzfahrzeuge (+8,9 %) als auch MAN (+24,4 %) und Scania (+6 %) wuchsen.

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