Presse: 260 Millionen für Borgward-Zentrale

Autor: Andreas Wehner

Die neu startende Traditionsmarke Borgward siedelt sich in Stuttgart an. Einem Pressebericht zufolge sind Millioneninvestitionen in ein Areal am Stadtrand geplant.

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(Foto: Grimm)

Borgward will in seinen neuen Hauptsitz in Stuttgart nach einem Zeitungsbericht fast 260 Millionen Euro investieren. Das berichten die „Stuttgarter Nachrichten“ unter Berufung auf ein Konzeptpapier des Unternehmens. Demnach plant der Autobauer eine Ansiedlung auf dem ehemaligen IBM-Campus am Stadtrand. Neben der Verwaltung und Abteilungen wie Vertrieb und Marketing soll in Stuttgart auch ein Designzentrum sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum angesiedelt sein. Bis zu 235 Mitarbeiter sollen laut „Stuttgarter Nachrichten“ dort zunächst beschäftigt sein.

Das Areal, das früher die IBM-Deutschland-Zentrale beherbergte, gilt als Sanierungsbedürftig. Dem Bericht zufolge sollen zunächst innerhalb von sechs Monaten rund 10 Millionen Euro in die Renovierung bestehender Gebäude fließen. In weiteren Phasen sollen weitere 20 und 227 Millionen Euro investiert werden. Dann seien auch Neubauten geplant.

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Der Start in Stuttgart soll nach Informationen von »kfz-betrieb« noch im Frühjahr erfolgen. So schnell dürfte es auf dem ins Visier genommenen Grundstück jedoch nicht gehen. Daher ist laut „Stuttgarter Nachrichten“ eine Zwischenlösung im Stadtzentrum angedacht.

Geldgeber hinter Borgward ist der chinesische Nutzfahrzeughersteller Foton, der in Asien unter anderem zusammen mit Daimler Lkws baut. Das Unternehmen stellt zudem Pick-ups, Vans und SUV her und möchte in Zukunft auch auf dem Pkw-Markt Fuß fassen. Dazu investieren die Chinesen nun offenbar in die Marke Borgward. Die Finanzierung der Marke sei auf Jahrzehnte gesichert, betonten die Verantwortlichen bei der Vorstellung der Unternehmensstrategie auf dem Genfer Autosalon.

Borgward will im September auf der IAA in Frankfurt als erstes Modell ein SUV präsentieren, das 2016 auf den Markt kommen soll. Anschließend sollen jedes Jahr zwei bis drei weitere Modelle folgen. 2020 will das Unternehmen auf einen Jahresabsatz von 800.000 Einheiten kommen, fünf Jahre später sollen die Verkäufe auf das Doppelte angestiegen sein.

Die Gesichter der Marke sind derzeit neben dem Enkel des Firmengründers, Christian Borgward, der ehemalige Daimler- und Saab-Manager Karlheinz Knöss sowie der frühere Saab-Design-Direktor Einar Hareide, der von Borgward als Designchef verpflichtet wurde.

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 Andreas Wehner

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«