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Presse: Ermittler sehen keinen Abgas-Betrug bei BMW

| Autor / Redakteur: Svenja Gelowicz / Svenja Gelowicz

Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ ist BMW im Abgasskandal vorerst entlastet: Ermittlungen haben keine Hinweise auf „größere Verfehlungen oder gar eine Abgasaffäre“ ergeben. Und auch die Zahl der verdächtigen Fahrzeuge schrumpft deutlich.

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Die Staatsanwaltschaft München I hat bei ihren Ermittlungen bislang keine Hinsweise auf „größere Verfehlungen“ von BMW gefunden.
Die Staatsanwaltschaft München I hat bei ihren Ermittlungen bislang keine Hinsweise auf „größere Verfehlungen“ von BMW gefunden.
(Bild: BMW)

BMW ist vorerst vom Vorwurf des Abgas-Betrugs entlastet: Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am Donnerstag, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I keine Hinweise auf „größere Verfehlungen des Autokonzerns oder gar eine Abgasaffäre wie bei Volkswagen“ ergeben haben. Außerdem gibt es laut der Behörde nur bei 7.600 statt den bislang angenommenen 11.400 Fahrzeugen Ungereimtheiten. Auch das Bundesverkehrsministerium nennt „knapp 8.000 BMW-Autos“ als Größe; jenen Diesel-Modellen wird aktuell eine neue Software aufgespielt.

Laut des Berichts muss BMW nun wahrscheinlich nur mit einem vergleichsweise kleinen Bußgeld rechnen – weit entfernt von der Milliarde Euro, die der Wolfsburger VW-Konzern kürzlich an das Land Niedersachsen zahlen musste. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dem Medium gegenüber außerdem, dass es derzeit keinen Verdacht auf weitere betroffene Fahrzeuge gebe.

Im März 2018 hatte die Münchner Staatsanwaltschaft das BMW-Innovationszentrum in München und das Motorenwerk des Herstellers in Steyr durchsucht. Der Vorwurf: BMW habe eine Abschalteinrichtung verwendet. „Es besteht der Anfangsverdacht, dass die BMW AG eine prüfstandsbezogene Abschalteinrichtung verwendet“, teilten die Ermittler damals mit.

BMW selbst ging davon aus, „dass es sich bei dem Vorfall um eine fehlerhafte Software-Zuordnung handelt und nicht um eine gezielte Manipulation der Abgasreinigung“. Das Programm sei für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, aber irrtümlich auch auf zwei 5er und 7er-Modelle aufgespielt worden. Dort funktioniere die Abgasreinigung dann nicht mehr korrekt. Nach der Genehmigung durch das Kraftfahrtbundesamt startete BMW einen Rückruf für die Modelle M550d X-Drive und 750d X-Drive. In der Werkstatt wird ihnen eine korrekte Software aufgespielt.

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