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Presse: Kaufprämie soll beim Autogipfel beschlossen werden

| Autor: Andreas Wehner

Die Regierung will einem Bericht des „Spiegel“ zufolge beim sogenannten Autogipfel am 2. Juni eine Förderung für den Autokauf beschließen. Sie könnte auch für Verbrenner gelten, die maximal 140 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Allerdings gibt es offenbar noch Widerstand.

(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Regierung will beim sogenannten Autogipfel am 2. Juni einem Pressebericht zufolge eine staatliche Kaufprämie beschließen. Wie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ auf seinem Onlineauftritt berichtet, könnte bei dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), den zuständigen Bundesministern und den Chefs der Autobauer eine Förderung für den Kauf von Autos beschlossen werden, die maximal 140 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen.

Dem Bericht zufolge geht es dabei um eine Gesamtfördersumme von 2,5 Milliarden Euro. Anträge sollen so lange bewilligt werden, bis der Topf leer ist – längstens bis zum Jahresende. Bis zu 4.000 Euro könnte es beim Kauf eines Neufahrzeugs geben. Davon sollen die Hersteller die Hälfte übernehmen.

Laut „Spiegel“ gibt es jedoch derzeit noch Widerstand von Umweltministerin Svenja Schulze und Finanzminister Olaf Scholz (beide SPD). Scholz plädiere für einen maximalen CO2-Emissionswert von 110 Gramm pro Kilometer. Die Autobauer wollen dagegen dem Bericht zufolge eine Grenze von 140 Gramm, damit auch renditestarke Modelle wie die BMW-5er oder die Mercedes-E-Klasse profitieren.

Um Prämien für einen Neuwagenkauf war in den letzten Wochen teils hitzig diskutiert worden. Zuletzt hatten sich die Wirtschaftsweisen gegen eine solche Förderung ausgesprochen. Statt einzelne Branchen zu unterstützen hält der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Entlastungen sowohl für die gesamte Wirtschaft als auch für Privathaushalte für sinnvoll.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hält eine Kaufprämie für sinnvoll und fordert aber vor allem eine schnelle Entscheidung. Die Diskussion um eine mögliche Forderung lässt potenzielle Neuwagenkäufer nach Wiederöffnung der Autohäuser aktuell noch zögern.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«