Presse: Merkel will Hardware-Nachrüstung

Autor: Christoph Seyerlein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich laut dem Spiegel in der Diesel-Debatte für die Seite der Nachrüst-Befürworter entschieden. Nun sind Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und die Autoindustrie am Zug, eine Lösung zu erarbeiten.

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(Bild: EPP Summit, Meise. Oct. 2013 / EPP Summit, Meise. Oct. 2013 / European People's Party / CC BY 2.0 / BY 2.0)

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert nun doch für Hardware-Nachrüstungen für ältere Diesel-Fahrzeuge. Wie der „Spiegel“ berichtet, hat sie Verkehrsminister Andreas Scheuer dazu aufgefordert, dafür zu sorgen, dass umgerüstete Euro-5-Diesel auch künftig in Fahrverbotszonen einfahren dürfen. Am Sonntag will sich Merkel dem Bericht zufolge mit Scheuer treffen. Ausschlaggebend für ihre Entscheidung soll nicht zuletzt das Drängen von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gewesen sein, der nach dem Fahrverbotsurteil für Frankfurt den Druck erhöht hatte.

Vor einigen Wochen hatte Merkel bereits angekündigt, dass noch im September über Umbauten an den Fahrzeugen entschieden werden solle, nun will sie das Thema laut Spiegel endgültig vom Tisch haben. Dem Bericht zufolge verhandelt die Bundesregierung zudem bereits mit der Autoindustrie über eine Beteiligung an Nachrüstlösungen. Auch mit Vertretern der Konzerne will sich Merkel laut dem Nachrichtenmagazin am Sonntag zusammensetzen.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte sich lange Zeit entschieden gegen Hardware-Nachrüstungen ausgesprochen, zuletzt war er von seiner Linie aber zumindest ein Stück weit abgerückt. Weiterhin favorisiert er allerdings Kaufprämien, die Fahrer älterer Diesel zum Kauf neuer Autos animieren sollen.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«