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Presse: Renault sichert sich mehr Einfluss bei Nissan

| Autor: Christoph Seyerlein

Renault darf künftig bei der Besetzung von Spitzenpositionen bei Nissan mitbestimmen. Die Japaner gaben im Streit mit den Franzosen schließlich nach, um eine geplante interne Reform nicht zu gefährden.

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Renault hat bei Nissan künftig mehr Mitspracherecht.
Renault hat bei Nissan künftig mehr Mitspracherecht.
(Bild: Renault)

Renault bekommt bei Nissan mehr Mitspracherecht. Darauf haben sich die Allianzpartner einem Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) zufolge verständigt. Die Franzosen hatten zuvor damit gedroht, eine geplante Reform der Unternehmensführung bei den Japanern zu blockieren.

Renault – mit 43 Prozent Nissans größter Aktionär – sicherte sich nun das Recht, in Person von Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard über die Ernennung von Topmanagern beim Allianzpartner mitentscheiden zu dürfen. Zudem soll künftig Renault-Konzernchef Thierry Bolloré über Nissans Bücher wachen. Jenen Plänen müssen allerdings noch die Nissan-Aktionäre zustimmen.

Zwischen den beiden Herstellern war es zuletzt immer wieder zu Unstimmigkeiten gekommen. Nun sieht es so aus, als würde Renault als Punktsieger aus dem Streit hervorgehen. Allerdings ist weiterhin Konfliktpotenzial vorhanden. Renault will seit Jahren mit Nissan fusionieren. Nissan befürchtet dabei aber ungleiche Machtverhältnisse, obwohl die Japaner längst als erfolgreicher als Renault gelten. Zudem sorgt die unklare Situation um eine mögliche Fusion von Renault mit Fiat Chrylser für Anspannung.

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