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Presse: VW plant zwei Elektro-Kleinwagen auf zusätzlicher Plattform

Autor / Redakteur: mid/cs / Christoph Seyerlein

Einem Pressebericht zufolge soll die ID-Elektrofamilie von VW nicht nur nach oben, sondern auch nach unten wachsen. Für einen ID 1 und einen ID 2 kann der Hersteller allerdings nicht seinen Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) verwenden.

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Der VW ID 3 soll noch zwei kleinere Brüder erhalten.
Der VW ID 3 soll noch zwei kleinere Brüder erhalten.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen plant zwei neue Kleinwagen mit Elektroantrieb, die mit Preisen von unter 20.000 Euro neue Käuferschichten für E-Autos gewinnen sollen. Wie die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll der intern als „VW Entry“ bezeichnete ID 1 Ende 2022 auf den Markt kommen und den E-Up ablösen.

Er wird auf einer neuen Elektroplattform basieren, die derzeit Seat in Spanien für die Konzernmarken VW, Skoda und Seat entwickelt. Die neue Plattform sei notwendig, weil der bekannte MEB-Elektrobaukasten von VW nicht weiter nach unten skalierbar sei, heißt es. Grund: Der Radstand lässt sich nicht kürzen. Zudem sei die kleinste Batterieeinheit des MEB mit 48 kWh zu groß für das künftige Einstiegsmodell.

Der ID 1 soll Akkus mit einer Kapazität von 24 und 36 kWh erhalten. Sie sollen eine maximale Reichweite von knapp 200 Kilometern ermöglichen. Mit einer Länge von rund 3,8 Metern bis knapp unter vier Metern könnte der ID 1 die Kleinwagen VW e-Up, Seat Mii und Skoda Citigo IV ablösen. Dazu soll ihm noch eine Crozz-Version an die Seite gestellt werden.

Als weiteres Modell auf der neuen Plattform will Volkswagen laut Bericht auch einen etwas größeren ID 2 anbieten, der gegen den Renault Zoe und Peugeot E-208 positioniert werden soll. Der ID 2 dürfte deshalb etwas länger als vier Meter lang werden. Auch von ihm sei eine Crozz-Version geplant. Beide Modelle werden wohl im slowakischen Bratislava gefertigt, um aufgrund der niedrigeren Lohn- und Produktionskosten die genannten Verkaufspreise realisieren zu können.

Weiter Ungewissheit rund um den ID 3

Aktuell muss VW allerdings erst einmal den ID 3 ans Laufen bekommen. Erst vergangene Woche häuften sich zum wiederholten Male die Beiträge, dass der Hersteller die Software-Probleme rund um das Modell nicht in den Griff kriegt. Von Zuständen, die nicht ansatzweise einer industriellen Serienproduktion entsprechen, war beispielsweise in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen. Die Wolfsburger halten dennoch daran fest, den ID 3 im Sommer 2020 einführen zu wollen. Gegen Ende des Jahres soll außerdem das Elektro-SUV ID 4 folgen.

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