Presse: VW will verurteiltem Manager kündigen

Nächster Tiefschlag für Oliver Schmidt

| Autor: Christoph Seyerlein

Oliver Schmidt ist in den USA zu sieben Jahren Haft und 400.000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden.
Oliver Schmidt ist in den USA zu sieben Jahren Haft und 400.000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden. (Bild: Volkswagen Group of America)

Für Oliver Schmidt kommt es derzeit hart auf hart. Am Mittwochabend hatte Bundesrichter Sean Cox den VW-Manager im Zuge der Diesel-Affäre wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 400.000 Dollar verurteilt. Nun folgt offenbar der nächste Nackenschlag für den 48-Jährigen: Einem Bericht der „Bild“ zufolge will VW seinem Mitarbeiter kündigen.

VW wollte sich gegenüber der Zeitung mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte Schmidts nicht zu der Nachricht äußern – ein Dementi klingt anders. Sollte der Autobauer das Arbeitsverhältnis mit dem Manager tatsächlich beenden, würde dieser unter anderem seinen Anspruch auf eine Betriebsrente verlieren.

Schmidt war zwischen Februar 2012 und März 2015 Leiter des Büros für Umweltfragen in den Vereinigten Staaten von VW. Er war Anfang des Jahres am Flughafen Miami wegen seiner Rolle in der Abgas-Affäre verhaftet worden. Außer Schmidt muss auch noch der ehemalige VW-Ingenieur James Robert Liang eine Haftstrafe in den USA verbüßen. Ihn hatte ebenfalls Sean Cox im August zu 40 Monaten Gefängnis und 200.000 Dollar Geldstrafe verurteilt.

Gegen sechs weitere Manager des Wolfsburger Konzerns hat die US-Justiz zudem internationale Haftbefehle ausgestellt. Unter anderem soll der ehemalige VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer zu den Gesuchten zählen. Alle Beschuldigten werden in Deutschland vermutet, da die Bundesrepublik nicht an die Vereinigten Staaten ausliefert und ihnen dementsprechend keine unmittelbare Gefahr droht.

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