Privatkunden ziehen Pkw-Markt ins Minus

Relevante Kundengruppen lassen weniger Autos zu

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: Deutsche Bahn)

Der Rückgang der Neuzulassungen im November um 2,0 Prozent ist im Wesentlichen auf ein Minus in den relevanten Segmenten der Privat- wie der Firmenkunden zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Zulassungsdaten durch die Marktforscher von Dataforce. Den Angaben zufolge entwickelten sich die Zulassungen in beiden Segmenten schlechter als der Gesamtmarkt.

Privatkunden sorgten laut der Auswertung für 90.385 Neuzulassungen im November 2013. Das waren 3.461 Einheiten weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, wobei der Rückgang um 3,7 Prozent fast doppelt so hoch ausfiel wie der Rückgang des Gesamtmarkts. Damit sank die Privatkundenquote von 36,1 auf 35,5 Prozent.

Die Zahl der Neuzulassungen in den Firmenflotten ging immerhin noch um 3,0 Prozent zurück. Neu in den Fuhrparks der Firmen und Gewerbetreibenden kamen noch 59.636 Fahrzeuge an, 1.837 Einheiten weniger als im November 2012. Der Segmentanteil sank von 23,7 auf 23,4 Prozent. Kumuliert liegt das Firmenkundengeschäft damit nun 7,0 Prozent hinter dem Wert des Vergleichszeitraums 2012 zurück.

Dass die Fachverbände in der rückläufigen Verkaufsentwicklung dennoch eine Stabilisierung des Marktes sehen, mag an der arbeitstag-bereinigten Betrachtung liegen. Bundesweit hatte der November 2013 im Schnitt 20,3 Arbeitstage, vor einem Jahr waren es 21,3 Tage gewesen. Berücksichtigt man diesen statistischen Effekt, hätte der Privatmarkt im Vergleich 1,1 Prozent und der Flottenmarkt 1,8 Prozent zugelegt.

Händlerzulassungen sinken

Ebenfalls rückläufig entwickelten sich im vergangenen November die Eigenzulassungen des Handels. Sie sanken um rund 750 Einheiten oder 1,5 Prozent auf 50.343 Einheiten. Die Hersteller und Importeure ließen dagegen 290 Fahrzeuge mehr zu. 27.238 Einheiten bedeuten ein Plus von 1,1 Prozent. Insgesamt summieren sich die Eigenzulassungen auf 77.581 Einheiten, was einem Anteil von 30,5 Prozent aller Neuzulassungen entspricht. Vor Jahresfrist waren es 78.036 Einheiten (30,0 Prozent).

Ebenfalls erhöht haben sich die Neuzulassungen durch die Autovermieter. In diesen Kanal flossen im November 27.049 Fahrzeuge. Das sind 558 Einheiten oder 2,1 Prozent mehr als im November des Vorjahres.

Transportermarkt zieht an

Deutlich zugelegt haben zuletzt die Transporter-Neuzulassungen. Im November wurden 34.300 neue leichte Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities bei den Zulassungsstellen angemeldet. Das sind 3.295 Einheiten oder 10,6 Prozent mehr als im November des Vorjahres. Rund die Hälfte des Zuwachses resultiert laut Dataforce dabei aus einer höheren Nachfrage der Firmenkunden.

Ebenfalls maßgeblich sind die steigenden Eigenzulassungen des Handels, die um 26 Prozent oder 1.230 Einheiten zulegten. „Das große Plus bei den Transporter-Neuzulassungen ist ein klares Zeichen für die im Rahmen der anziehenden Konjunktur weiter steigende Investitionsbereitschaft“, heißt es dazu in der Mitteilung.

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