Privatmarkt fährt im Plus

Händlerzulassungen fallen im Juni deutlich

10.07.2008 | Redakteur:

Trotz der hohen Spritpreise wurde im Juni ein Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahresmonat. Den in absoluten Zahlen größten Zuwachs verbuchte der Privatmarkt. Sein Anteil an den gesamten Neuwagenverkäufen ist laut einer Erhebung der Marktforschung Dataforce von 39,9 Prozent im Juni 2007 auf nun 41,4 Prozent gestiegen.

Damit hat sich im Juni die seit Jahresanfang zu beobachtende Entwicklung fortgesetzt, dass der Anteil der Privatkunden kontinuierlich steigt. Hatten sie im Januar nur 33,9 Prozent der Neuzulassungen ausgelöst, gingen im Juni bereits 41,4 Prozent der Neuwagen an Endkunden. In absoluten Zahlen kauften sie im Juni knapp 126.000 Fahrzeuge, das sind etwa 5.600 Einheiten mehr als im Vorjahresmonat (+ 4,6 Prozent) und 10.000 Pkw mehr als im schlechten Monaten Mai.

Handelszulassungen weiter rückläufig

Zum Plus des Privatmarktes hat das deutliche Zulassungsplus vieler Herstellern beigetragen, die vorwiegend Kleinwagen verkaufen. Unter anderem legten Daihastu (+ 95 Prozent), Fiat (+39 Prozent), Dacia (+19 Prozent) und Skoda (+ 15 Prozent) deutlich zu. Ergänzend dazu entwickelte sich die Nachfrage der Autovermieter rückläufig. 29.300 Neuzulassungen in diesem Segment entsprechen einem Minus von 8 Prozent.

Deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat wurden auf den Fahrzeughandel zugelassen. Im Juni 2008 waren es 62.300 Fahrzeuge, rund 8.100 Einheiten weniger vor einem Jahr (- 11,5 Prozent). Damit hält auch hier die Tendenz des Gesamtjahres an. Im ersten Halbjahr hat der Fahrzeughandel etwa 52.000 Neufahrzeuge weniger zugelassen als im ersten Halbjahr 2007.

Zu den Absatzmotoren gehörten im Juni zudem der Flottenmarkt, der 65.000 Neufahrzeuge aufnahm (+6,8 Prozent), sowie die Fahrzeugbauer selbst, auf die 21.700 Neuzulassungen entfielen. Diese Gruppe hat im ersten Halbjahr etwa 25.000 Fahrzeuge mehr in den Markt gebracht als im Vorjahreszeitraum.

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