Deutscher Werkstattpreis Pro Carline sieht sich von Anfang an als Marke

Von Jan Rosenow und Jan Rosenow

Mit gerade einmal vier Mitarbeitern ist Pro Carline selbst für eine freie Werkstatt eher klein. Doch Inhaber Andre Jähne hat den Betrieb so modern aufgestellt, wie es große Wettbewerber oft sind. Der Lohn ist eine Top-Ten-Platzierung beim Deutschen Werkstattpreis 2021.

Mit dem Namen „Pro Carline“ hat sich Andre Jähne eine hohe Bekanntheit in seiner Region erarbeitet.
Mit dem Namen „Pro Carline“ hat sich Andre Jähne eine hohe Bekanntheit in seiner Region erarbeitet.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Auf den ersten Blick ist die freie Werkstatt Pro Carline von Kfz-Meister Andre Jähne in Lawalde (Sachsen) ein Betrieb wie viele andere. Doch wer hinter die Kulissen schaut, der merkt schnell: Der Inhaber hat in den 20 Jahren seit der Unternehmensgründung vieles anders gemacht als andere freie Werkstätten und sich eher an größeren Autohäusern orientiert. Mit seiner eigenen Marke Pro Carline war der Betrieb beispielsweise von Anfang an unverwechselbar. Das Logo prangt auf dem Betrieb, den Werkstattersatzwagen und auch allen Flyern und Rechnungen – und natürlich auf der Website.

Zweites Beispiel ist die Digitalisierung: Von Anfang an nutzt er die Werkstattsoftware Werbas zur Organisation des Betriebsablaufs. Alle dafür tauglichen Werkstattgeräte sind mittels Asanetwork vernetzt. Die Werkstattaufträge werden digital bearbeitet und in der elektronischen Kundenakte gespeichert. Der Server des Betriebs steht übrigens nicht im Keller, wo er bei Hochwasser oder Feuer zerstört werden könnte, sondern in einem gut bewachten Rechenzentrum im nahen Bautzen. So gut sind viele Markenautohäuser nicht aufgestellt – doch Andre Jähne zeigt, dass man kein Großbetrieb sein muss, um von der Digitalisierung zu profitieren.