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Problem erkannt: Dieselnachrüstung bei Wohnmobilen

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Wohnmobile sind teuer in der Anschaffung und haben einen hohen Werterhalt. Deshalb dürfte unter ihren Eignern der Wunsch nach einer zukunftssicheren Nachrüstung besonders ausgeprägt sein. Erste Anbieter haben das bereits erkannt.

Transporter bieten grundsätzlich gute Platzbedingungen für eine SCR-Nachrüstung. Bei Wohnmobilen sind allerdings Einbauten wie Wasser- und Gastanks zu beachten.
Transporter bieten grundsätzlich gute Platzbedingungen für eine SCR-Nachrüstung. Bei Wohnmobilen sind allerdings Einbauten wie Wasser- und Gastanks zu beachten.
(Bild: Rosenow)

Die Meinung des Bundesverkehrsministers und der Autohersteller, eine Nachrüstung mit besserer Abgastechnik sei herausgeschmissenes Geld, dürfte den Wohnmobilbesitzern in den betroffenen Städten wie Hohn vorkommen. Viele Menschen sehen die Anschaffung eines Reisemobils als die Erfüllung eines Lebenstraums und haben jahrelang darauf gespart. Und denen will man nun sagen, sie sollten ihr erst wenige Jahre altes Fahrzeug schnell verkaufen und sich ein neues zulegen, damit sie weiter an ihrem Wohnort in Stuttgart parken dürfen?

Immerhin besteht die Hoffnung, dass es bald Nachrüstprodukte für viele Basisfahrzeuge geben wird. Denn die Bundesregierung fördert ab sofort den Einbau von SCR-Katalysatoren in sogenannte Handwerkerautos mit einem finanziellen Zuschuss von bis zu 60 Prozent. Das gilt zwar nur für gewerbliche Nutzer in den Städten, die von erhöhten Stickoxidwerten betroffen sind, aber der Bedarf reicht aus, dass die Hersteller von Nachrüstkatalysatoren Entwicklung und Produktion aufnehmen.