Probleme mit der Heckklappe: Volvo ruft den XC60 zurück

Autor / Redakteur: dpa/ys / Yvonne Simon

Erst vor Kurzem hatte Volvo einen Rückruf für 219.000 Dieselfahrzeuge gestartet, jetzt meldet der Hersteller die nächste Aktion. Davon betroffen ist der XC60 mit elektrischer Heckklappe.

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Der Volvo XC60 muss in die Werkstatt.
Der Volvo XC60 muss in die Werkstatt.
(Bild: Volvo)

Volvo Cars muss erneut Zehntausende Autos in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen seien weltweit 167.000 Fahrzeuge vom Typ XC60 der Modelljahre 2018/2019, die meisten davon in den USA und in China, teilte ein Sprecher des schwedischen Konzerns am Mittwoch der „Deutschen Presse-Agentur“ mit.

Es gehe um ein fehlerhaftes Bauteil bei Autos mit einer elektrisch betriebenen Heckklappe. Bei kalten Temperaturen könne sich der Hebearm der Klappe lösen, Geräusche verursachen und nicht mehr funktionieren. Unter bestimmten Bedingungen bestehe das Risiko, dass Menschen zu Schaden kämen, erklärte der Sprecher. Vorfälle, bei denen sich jemand schwerer verletzt habe, seien jedoch nicht bekannt. Es handele sich erneut um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

In Deutschland betrifft der Rückruf 12.883 Fahrzeuge, wie Volvo auf Nachfrage von »kfz-betrieb« mitteilte. In der Werkstatt müssen die Hebearme der Heckklappe überprüft, modifiziert oder ausgetauscht werden. Je nach Werkstattauslastung liege der reine Arbeitsaufwand für den Tausch des Hebearms bei rund 35 Minuten, zuzüglich anfallender Vor- und Nacharbeiten.

Startdatum der Aktion war der 18. Januar 2019. Die Durchführung der Maßnahme wird im Volvo System registriert, auf das alle Vertragspartner des Herstellers Zugriff haben. Für freie Werkstätten gibt es keine Möglichkeit, zu erkennen, ob eine Maßnahme noch offen ist.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Volvo 219.000 Dieselfahrzeuge verschiedener Modelle der Jahre 2015 und 2016 zurückgerufen, darunter 26.000 in Deutschland. Damals gab es ein Problem mit der Kraftstoffleitung.

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