Produktion von Ottopartikelfiltern startet

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Ab September 2017 gelten strengere Abgaslimits, die viele Ottomotoren nur mit Filter schaffen können. Eberspächer startet nun die Fertigung.

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Hohe Nachfrage zu erwarten: Rußfilter von Eberspächer für Ottomotoren.
Hohe Nachfrage zu erwarten: Rußfilter von Eberspächer für Ottomotoren.
(Bild: Eberspächer)

Im September 2017 tritt innerhalb der Europäischen Union für alle neu typzertifizierten Pkws eine neue Stufe der Abgasnorm Euro 6 in Kraft. Diese macht unter anderem wegen neuer Grenzwerte eine Senkung der Partikelemissionen von Benzinfahrzeugen mit Direkteinspritzmotoren erforderlich. Fast jeder zweite Benziner nutzt inzwischen diese Motorentechnik, da die Direkteinspritzung zu weniger Kraftstoffverbrauch führt. Allerdings kommt es bei dieser Art der Verbrennung zu einem erhöhten Ausstoß an Rußpartikeln. Ähnlich wie bei Dieseln müssen sie mit einem Filter aus dem Abgasstrom entfernt werden.

Der Autozulieferer Eberspächer startet im Mai mit der Serienproduktion von Abgasanlagen mit Ottopartikelfiltern für verschiedene deutsche und europäische Automobilhersteller. Die Esslinger Spezialisten entwickelten die Abgasanlage auf Basis des bekannten Dieselpartikelfilters. Zum Einsatz kommt die hochporöse und hitzebeständige Cordierit-Keramik, auf deren Oberfläche sich die Rußpartikel ablagern.

Aufgrund der höheren Abgastemperaturen werden die Rußpartikel auf dem Filter stetig durch das heiße Abgas verbrannt. Eine aktive Regeneration durch erhöhte Einspritzmengen, wie bei Dieselfahrzeugen nötig, ist daher im Normalbetrieb nicht notwendig.

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