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Produktionsstopps kosten Hersteller EU-weit bisher über 1,2 Millionen Neuwagen

Autor: Christoph Seyerlein

In ganz Europa führen die Fertigungsstopps zu gigantischen Produktionsausfällen. Das vermeldet der europäische Autohersteller-Verband ACEA. Auch die Zahl der betroffenen Mitarbeiter geht in die Millionen.

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Die Autoproduktion steht in Europa aktuell fast komplett still.
Die Autoproduktion steht in Europa aktuell fast komplett still.
(Bild: Audi)

Die Autoproduktion steht in Europa aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor weitgehend still. Der Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA hat nun in einer Mitteilung ein Zwischenfazit zur aktuellen Situation gezogen. Demnach haben die Fertigungsstopps bislang EU-weit bereits dazu geführt, dass mindestens 1.231.038 Fahrzeuge nicht von den Bändern gelaufen sind.

An der Spitze der Produktionsausfälle liegt Deutschland mit 359.000 weniger produzierten Fahrzeugen. Es folgen Spanien (238.000), Frankreich (113.200) und Italien (78.000).

Auch die Zahl der davon betroffenen Mitarbeiter in der Autoindustrie übersteigt die Millionen-Grenze. Laut ACEA können mindestens 1.110.107 Beschäftigte in der EU wegen der Werksschließungen nicht wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen. Diese Zahl bezieht sich dabei nur auf die Menschen, die direkt bei einem Auto-, Lkw-, Van- oder Bus-Hersteller angestellt sind. „Die Auswirkungen auf die weiteren automobilen Lieferketten ist noch kritischer“, heißt es in der Verbandsmitteilung.

ACEA-Generaldirektor Eric-Mark Huitema erklärte, eine derartige Situation habe es noch nie gegeben. „Wir wollen nun vor allem die Gesundheit und die Jobs der fast 14 Millionen Europäer sichern, die direkt oder indirekt im Automobil-Sektor arbeiten“, erklärte Huitema.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«