Ergonomie Räder wuchten ist out

Von Jakob Schreiner

Dicke Schlappen liegen voll im Trend – doch damit wird der Radwechsel zunehmend zur Tortur für die Monteure. Ergonomisch optimierte Räderlager und Hebehilfen versprechen Entlastung – sofern sie zum Einsatz kommen.

Idealerweise transportiert der Monteur immer einen ganzen Radsatz, den er nur noch beim Ein- bzw. Auslagern aus dem Regal und bei der Montage bzw. Demontage am Fahrzeug in die Hand nehmen muss. Das spart viel Kraft und Zeit.
Idealerweise transportiert der Monteur immer einen ganzen Radsatz, den er nur noch beim Ein- bzw. Auslagern aus dem Regal und bei der Montage bzw. Demontage am Fahrzeug in die Hand nehmen muss. Das spart viel Kraft und Zeit.
(Bild: Gewe Lagertec)

Durch den Trend zum SUV werden die Räder im Durchschnitt immer größer. Aber auch Kompakt- und Mittelklassemodelle tendieren eher zum Wachstum, als dass sie kleiner werden: Auch dort sind 18-Zöller keine Seltenheit mehr. Kompletträder, die ein Gewicht von 35 Kilogramm auf die Waage bringen, sind längst keine Seltenheit mehr – ein banaler Reifenwechsel mutiert somit zum regelrechten Kraftakt.

Insbesondere die Wirbelsäule des Monteurs wird beim Heben, Senken und bei der Montage der Räder überaus stark belastet. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich Frauen ab einem Gewicht von 25 Kilogramm und Männer ab 40 Kilogramm bereits beim einmaligen Heben Verletzungen zuziehen können. Aus rein ergonomischer Sicht sollten Monteure lediglich Gewichte von maximal zehn Kilogramm heben. Eine Rolle bei der Risikobewertung spielt auch immer die Häufigkeit des Hebens. Das Risiko, dass sich ein Monteur in der hektischen Reifenwechsel-Saison verletzt, ist also beachtlich.