Range Rover Sport: SUV mit Bestseller-Gen

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Nach dem Evoque und dem neuen Range Rover feiert am 20. September der Range Rover Sport im Handel Premiere. Er bringt die besten Voraussetzungen mit, ein Verkaufsschlager zu werden.

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Der neue Range Rover Sport ist ab 59.600 Euro erhältlich.
Der neue Range Rover Sport ist ab 59.600 Euro erhältlich.
(Foto: Land Rover)

Es ist fast wie in der berühmten Sage von König Midas: Alles, was Land Rover aktuell anfasst, wird zu Gold. Nach dem Range Rover Evoque und dem Range Rover rollt am 20. September mit dem Range Rover Sport das dritte neue Modell des britischen Geländewagenspezialisten in den Handel und es ist jetzt schon klar, dass es ebenfalls ein Verkaufsrenner wird. Rund einen Monat vor der Markteinführung liegen bereits deutlich über 1.000 Kundenbestellungen vor – fast so viele wie seinerzeit beim Range Rover Evoque.

Dieser Erfolg geht vor allem auf das Konto einer gelungenen Probefahrtaktion des Schwalbacher Importeurs. Händler konnten auf regionalen Flugplätzen in ganz Deutschland ausgewählte Kunden einladen und sie die Offroad- und Dynamikqualitäten des neuen Modells testen lassen. Über 5.000 potenzielle Kunden nutzten diese Gelegenheit.

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Zu den genauen Absatzzahlen will sich Land Rover zwar nicht äußern, aber es ist zu erwarten, dass der Neue den Erfolg des beliebten Vorgängers übertreffen wird. Letzterer war im vergangenen Jahr mit knapp 2.100 Neuzulassungen das zweitmeist verkaufte Modell des Importeurs. Da wundert es nicht, dass die rund 105 deutschen Land-Rover-Händler stolze 1,6 Millionen Euro in den Fahrzeuglaunch investieren.

420 Kilo leichter als der Vorgänger

Zu haben ist das sportliche SUV, den der Hersteller als den schnellsten, agilsten und fahraktivsten Land Rover aller Zeiten anpreist, bereits ab 59.600 Euro.

Im Vergleich zum Vorgängermodell bringt er dank einer neuen Aluminiumkarosserie stolze 420 Kilogramm weniger auf die Waage. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Verbrauch aus, der je nach Modellausführung um bis zu 24 Prozent gesunken ist, sondern auch auf die Fahrdynamik. Der neue Range Rover ist erstaunlich agil und bietet einen hohen Fahrkomfort.

Zur Markteinführung ist der neue Range Rover Sport mit drei verschiedenen Antrieben verfügbar: einem 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner mit beachtlichen 275 kW/510 PS sowie einem V6-Dieselantrieb in zwei Leistungsstufen. Der kleinere Motor leistet 190 kW/258 PS, der stärkere 215 kW/292 PS.

Noch in diesem Jahr soll ein weiterer Hochleistungs-V8-Dieselantrieb mit 250 kW/339 PS Leistung folgen. Ab Ende 2013 können die Kunden den Range Rover Sport zudem erstmals mit einem Diesel-Hybridantrieb bestellen. Den Motor stellt Land Rover auf der Frankfurter IAA vor. Gekoppelt sind sämtliche Antriebe mit dem serienmäßigen, elektronisch gesteuerten Automatikgetriebe von ZF. Auch ein Start-Stopp-System, das den Verbrauch um bis zu sieben Prozent senken soll, ist in allen Modellvarianten bereits ab Werk verbaut.

Der Innenraum wirkt dank edler Materialien sehr hochwertig und aufgeräumt zugleich. Es gibt erstaunlich wenige Schalter und Knöpfe – genau halb so viele wie im Vorgängermodell. Das zentrale Bedienelement in der dominanten, geneigten Mittelkonsole ist ein 8-Zoll-Touchscreen für Steuerungen und das Infotainment. Geschmackssache ist indes das 12,3-Zoll große Display, das die „analogen“ Cockpit-Anzeigen ersetzt. Durch seine Eindimensionalität wirkt es zwar modern, aber nicht hochwertig genug für die Preisklasse, in der sich der Range Rover Sport bewegt.

Wifi-Hotspot im Auto einrichten

Auf der Höhe der Zeit ist der neue Range Rover in puncto Konnektivität: Neben den üblichen Anschlüssen lässt sich beispielsweise über eine Smartphone-App der Fahrzeugstatus überwachen. Man kann ein gestohlenes Fahrzeug lokalisieren, Notrufe absetzen oder die Pannenhilfe aktivieren und als Krönung sogar ein Wifi-Hotspot mit hoher Bandbreite einrichten, über den die Insassen mit ihren Smartphones oder Tablets surfen können. Neu an Bord des Range Rover Sport ist auch das Digitalkamerasystem, das drei Assistenzsysteme unterstützt: die Verkehrszeichenerkennung, einen Spurhalteassistenten und den Fernlichtassistenten.

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Bei der Ausstattung haben die Käufer die Wahl zwischen den vier Varianten S, SE, HSE und Autobiography. Dazu kommen Dynamik-Varianten der HSE- und Autobiography-Ausstattung.

Zum Einstiegsmodell Range Rover S greifen erfahrungsgemäß gerade einmal 15 Prozent der Kunden. Für den Großteil gilt: einmal die Vollausstattung, bitte. Land Rover rechnet wie beim Vorgängermodell mit einem Privatkundenanteil von rund 70 Prozent. Etwa jeder Zweite entscheidet sich, das Fahrzeug zu leasen.

Fazit: Der Range Rover Sport ist genau das richtige Fahrzeug für die Kunden, denen das Dach des Range Rover Evoque zu flach ist und denen der Range Rover zu groß und zu hochpreisig ist. Das Außendesign ist gelungen und mit dem betont schlichten Interieur freundet man sich schnell an. Das Fahrzeug macht nicht nur auf dem Asphalt eine gute Figur, sondern auch im unwegsamen Gelände.

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