RDKS: Werkstätten haben noch Wissenslücken

Umfrage deckt Schulungsbedarf in den Werkstätten auf

| Autor: Jan Rosenow

Information ist alles – auch beim RDKS.
Information ist alles – auch beim RDKS. (Foto: Tec RMI)

An Reifendruck-Kontrollsystemen kommen Lieferanten und Werkstätten nicht mehr vorbei. Dass sie „TPMS-ready“ (Tire Pressure Monitoring System) oder RDKS-bereit sind, sagen inzwischen immer mehr Reifengroßhändler, Räderlieferanten, Anbieter von technischen Daten oder Internet-Reifenbörsen. Ihre Produkte und Datenbanken sind fit gemacht für die Einführung des serienmäßigen Reifendruckkontrollsystems (RDKS). Doch die Umsetzung in den Werkstätten – markengebundenen wie freien – könnte Schwierigkeiten bereiten.

Das zeigt eine Untersuchung im Rahmen einer BIX-Umfrage von »kfz-betrieb«und Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Die Antworten der befragten Betriebe geben zu denken: 16 Prozent der Markenbetriebe und immerhin 26 Prozent der Freien Werkstätten gaben an, sich noch nicht mit dem RDKS befasst zu haben. Und fast jeder zehnte Vertreter aus beiden Marktsegmenten will das Thema gleich von Anfang an dem Reifenfachhandel überlassen.

Der Lichtblick: Immerhin hat fast jede zweite Markenwerkstatt schon eine Schulung besucht – Experten, die im Reifendruckkontrollsystem eine Steilvorlage für das Servicegeschäft im Autohaus sehen, könnten also recht behalten.

Die Antwort „Weiß nicht“ fällt zu oft

Im Autohaus dürften sich auch die Auswirkungen des Systems auf die Prozesszeiten im Reifenservice in Grenzen halten, schließlich werden überwiegend die Fahrzeuge einer Marke bedient und die Mannschaft muss sich nicht immer wieder mit unbekannten Sensoren herumschlagen.

Bei den Freien ist das anders. Und so glauben von ihnen doppelt so viele Befragte wie bei den Markenbetrieben daran, dass sie ihren Prozess komplett neu planen müssen. Besonders zahlreich fiel bei dieser Frage aber auch die Antwort „Weiß nicht“ – wer das angekreuzt hat, sollte sich noch einmal den Beitrag „Einmarsch der Sensoren“ in »kfz-betrieb« 1-2/2014 ansehen (zum Heftarchiv für registrierte Abonnenten).

Sehr umstritten ist auch die Frage, welchen Einfluss die RDKS-Einführung auf das Verbraucherverhalten haben wird. Schließlich besteht angesichts der hohen Kosten für die Sensoren die Gefahr, dass viele Autofahrer auf Ganzjahresreifen umsteigen werden. Immerhin 25 Prozent der Freien Werkstätten glauben dass.

Alle Umfrageergebnisse finden Sie in der Bildergalerie. Und wie die Industrie und der Großhandel das Thema annehmen, lesen Sie auf der folgenden Seite.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42681970 / Branchenindex)

Plus-Fachartikel

Santander Consumer Bank: Zielgenaue Trainings

Santander Consumer Bank: Zielgenaue Trainings

Der Mönchengladbacher Finanzdienstleister baut sein Trainingsangebot für den Automobilhandel aus. Welche Angebote es für den Handel gibt, erläutert Holger Katzmarek, Leiter Akademie Mobilität und Waren. lesen

Händler- und Herstellerwebsites: Bedingt auftragsbereit

Händler- und Herstellerwebsites: Bedingt auftragsbereit

Hersteller verpflichten Markenhändler in der Regel dazu, markenkonforme Websites zu betreiben. Studienergebnisse zeigen jedoch, dass diese so manche Defizite aufweisen. Und mit den Websites der Hersteller selbst sieht es oft nicht besser aus. lesen