EU-Gesetz „Recht auf Reparatur“ gefährdet Existenz der Kfz-Werkstätten

Von Doris Pfaff

Die EU will künftig einen nachhaltigeren Warenkonsum und durch ein neues „Recht auf Reparatur“ die Verbraucherrechte stärken. Waren, die kaputtgehen, sollen reparierbar sein und länger halten. Für die Autobranche, vor allem für die Servicebetriebe, könnte das Vorhaben erhebliche Nachteile haben, befürchtet der ZDK.

Ein „Recht auf Reparatur“, so wie es die EU plant, könnte je nach Gestaltung speziell für Kfz-Reparaturbetriebe erhebliche Nachteile haben, fürchtet das Kfz-Gewerbe.
Ein „Recht auf Reparatur“, so wie es die EU plant, könnte je nach Gestaltung speziell für Kfz-Reparaturbetriebe erhebliche Nachteile haben, fürchtet das Kfz-Gewerbe.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das EU-Parlament hat Anfang April für das neue „Recht auf Reparatur“ gestimmt. Ziel ist, damit den Konsum von Gütern generell nachhaltiger zu gestalten. Waren sollen weniger schnell kaputtgehen und leichter zu reparieren sein, um so Ressourcen zu schonen und Müll zu vermeiden. Zu diesem Vorhaben hatte die EU Anfang des Jahres eine Konsultation gestartet, an der sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sowie gesondert auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) beteiligt und ihre Bedenken geäußert haben.

Das Kfz-Gewerbe teile grundsätzlich und ausdrücklich das Ziel der EU zur Nachhaltigkeit, das auch die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag nennt, sieht aber in dem geplanten „Recht auf Reparatur“ erhebliche Nachteile für das Kfz-Gewerbe.