Rechtstipp: Oldtimer in der Werkstatt

Juristische Stolpersteine im Geschäft mit Klassikern – Beispiel 3

| Autor: Steffen Dominsky

Auch Oldtimer sind Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. So weit muss es aber nicht kommen, wie Dr. jur. Götz Knoop, Fachanwalt für Verkehrsrecht, verrät.
Auch Oldtimer sind Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. So weit muss es aber nicht kommen, wie Dr. jur. Götz Knoop, Fachanwalt für Verkehrsrecht, verrät. (Bild: Götz Knoop)

Oldtimer boomen und die Nachfrage gerade nach bezahlbaren Klassikern ist ungebrochen. Eine Tatsache, die auch zahlreichen Kfz-Betrieben nicht verborgen geblieben sein dürfte. Dabei gehören gerade die Liebhaber, die in den letzten Jahren neu in die Szene gekommen sind, immer weniger zum Typ „Schrauber“. Beides zusammen eine Entwicklung, die diese Klientel auch für einen oder anderen Werkstattbetreiber lukrativ erscheinen lässt. Doch es gibt auch Fallstricke: Insbesondere die oft problematische Ersatzteilversorgung, aber auch der Umstand, dass die Fahrzeuge in keinem Kalkulationsprogramm mehr auftauchen, machen die Sache für die Betriebe in der Praxis nicht leicht.

Insbesondere die Oldiebesitzer, die sich ihren Klassiker erst in den vergangen Jahren zugelegt haben und noch keine leidvollen Erfahrungen mit Problemen in der Ersatzteilversorgung oder sich länger hinziehenden Reparaturen sammeln konnten, haben oftmals falsche Vorstellungen. Sie kommen häufig mit der Erwartung in einen auf Oldtimer spezialisierten Betrieb, dass diesem Arbeiten mindestens genauso fix von der Hand gehen wie es bei „normalen“ Autos in einer „normalen“ Werkstatt der Fall ist, wo schließlich jeder Handgriff sitzt. „Gerade vor dem Hintergrund, dass die Arbeiten bei Klassikern meist länger dauern als gedacht oder Probleme bei der Ersatzteilversorgung entstehen, müssen die Betriebe Vorsichtsmaßnahmen ergreifen“, rät Dr. jur. Götz Knoop, Fachanwalt für Verkehrsrecht und bekannter „Oldtimerspezialist“.

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