Studie Reiche Käufer schreiben Verbrenner ab

Autor: Martin Achter

Ein Auto nur mit Verbrennungsmotor? Für die wohlhabende Käuferschicht ist das einer Studie zufolge schon in absehbarer Zukunft kein Thema mehr. In anderen Einkommensklassen müssen Händler bei Kaufinteressenten dagegen offenbar genauer nachfühlen.

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Elektroauto oder Hybrid statt reiner Verbrenner: Bei Kunden mit hohem Einkommen müssen Händler schon in absehbarer Zukunft mit einem deutlichen Wandel in der Kaufbereitschaft rechnen.
Elektroauto oder Hybrid statt reiner Verbrenner: Bei Kunden mit hohem Einkommen müssen Händler schon in absehbarer Zukunft mit einem deutlichen Wandel in der Kaufbereitschaft rechnen.
(Bild: Bosch)

Für Verbraucher mit gutem Einkommen spielen beim Autokauf Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsmotor schon in naher Zukunft nur noch eine untergeordnete Rolle. Fast die Hälfte (49 %) der wohlhabenden Kaufinteressenten in Deutschland erwägt, beim nächsten Kauf ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug anzuschaffen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Automobilbarometer 2021 von Consors Finanz hervorgeht.

Demnach haben 40 Prozent aus der Käuferschicht mit hohem Einkommen ein Hybridfahrzeug im Blick. Neun Prozent denken an ein BEV. 37 Prozent können sich vorstellen, sich für einen Verbrenner zu entscheiden. Und 14 Prozent sind noch unentschlossen. Die Ergebnisse beziehen sich auf Verbraucher, die beabsichtigen, in den nächsten zwölf Monaten ein Auto zu kaufen.

Wo der Verbrenner besser ankommt

Bei mittleren Einkommen genießt der Verbrenner dagegen offenbar noch größeres Interesse. Viel mehr Haushalte mit niedrigem Einkommen sind im Vergleich zu den anderen Käuferschichten hinsichtlich der Antriebsform ihres künftigen Autos unentschlossen.

58 Prozent der Verbraucher mit mittlerem Einkommen würden sich als nächstes Auto einen Benziner oder Diesel kaufen. Ein reines Elektroauto käme für 14 Prozent infrage, ein Hybrid für 18 Prozent.

Finanzschwache Haushalte sind dagegen zu fast einem Viertel (24 %) unentschlossen, was die Antriebsform ihres nächsten Autos angeht. Allerdings sind für diese Verbraucher Verbrenner nicht zwingend das Verkehrsmittel der Wahl. Zwar erwägen 43 Prozent, beim nächsten Autokauf einen Diesel oder einen Benziner anzuschaffen. Damit ist die Bereitschaft hier aber deutlich niedriger als bei den Haushalten mit mittlerem Einkommen. Die Offenheit für Elektromobilität ist dagegen den Ergebnissen zufolge ähnlich hoch.

Für die bevölkerungsrepräsentative Untersuchung ließ Consors Finanz 10.000 Verbraucher zwischen 18 und 65 Jahren in 15 Ländern befragen. Dies geschah im September 2020.

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 Martin Achter

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Ressortleiter Management & Handel / »kfz-betrieb«