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Reifenkauf: Gute Beratung ist wichtiger als der Preis

| Autor: Jakob Schreiner

Die „Geiz ist geil“-Mentalität gilt beim Reifenkauf offenbar nur bedingt. Wichtig ist der Mehrheit der Autofahrer ein qualitativ hochwertiges Produkt und eine kompetente Beratung. Das hat die aktuelle Trend-Tacho-Befragung ergeben.

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(Foto: Bridgestone)

Der Preis ist längst nicht immer das entscheidende Kriterium. Die Mehrheit der Autofahrer (63 %) vertraut beim Reifenkauf auf die Empfehlung ihrer Werkstatt. Diese Erkenntnis liefert die aktuelle Trend-Tacho-Studie „Räder & Reifen“ der Sachverständigenorganisation KÜS und der Fachzeitschrift »kfz-betrieb«.

Nur etwa ein Drittel der Befragten war beim Kauf von Beginn an auf einen Reifen einer bestimmten Marke festgelegt. Entscheidend ist überwiegend nicht der Produzent, sondern die Tatsache, dass es sich bei den Pneus um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt. Dabei setzen rund zwei Drittel auf Premiummarken, und lediglich fünf Prozent sind auch mit einen Reifen aus dem Budget-Segment zufrieden.

Ein Grund, warum die Meinung der Werkstattmitarbeiter gefragt ist: Reifen sind tendenziell ein Produkt, mit dem sich die Autofahrer nur notgedrungen beschäftigen, wie diverse Befragungsergebnisse zeigen. Werbeanzeigen für Reifen finden allgemein wenig Beachtung. Weniger als 30 Prozent der Betroffenen steigen wirklich in die Thematik ein. Und jeder Vierte kennt nicht einmal die Marke seiner aktuell aufgezogenen Reifen.

Wenn allerdings der Kauf ansteht, lesen immerhin 56 Prozent der Befragten aktuelle Reifentests. Das ist wohl ein Grund für die Beliebtheit der Premiummarken, die bei diesen Tests regelmäßig gute oder sehr gute Bewertungen erhalten.

Für Werkstätten kann sich eine intensive Beratung der Kunden also lohnen. Insbesondere, weil fast jeder Zweite (47 %) darauf vertraut, dass ihnen die Werkstattprofis sagen, wann die Reifen verschlissen sind. Und auch den nächsten Kauf planen die meisten im stationären Handel. Lediglich 15 Prozent gaben an, ihre Reifen aus dem Netz kaufen zu wollen. Und rund zwei Drittel der Onlinekäufer landet spätestens bei der Montage der Pneus wieder in den Werkstätten, wie die Umfrage ergab.

Viele Händler und Werkstattinhaber tun sich aber schwer, den Reifenwechsel zum Anlass zu nehmen, ihren Kunden weitere Produkte oder Serviceleistungen zu verkaufen. „Hier werden Potenziale verschenkt“, meinen die Berater der BBE Handelsberatung GmbH.

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 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik