Reifenmontage: Ausgehebelt

Das Duo Humpfelge mit Wulstreifen trotzt seit Jahrzehnten hartnäckig allen technischen Innovationsspielereien der Industrie. Doch wie man die beiden montiert und trennt, hat sich im Lauf der Jahre deutlich gewandelt – unsanft drüberhebeln ist out.

| Autor: Ottmar Holz

Der pneumatisch betätigte Montagefinger zieht den Reifen über den Felgenrand, ohne den empfindlichen Wulstbereich zu überlasten.
Der pneumatisch betätigte Montagefinger zieht den Reifen über den Felgenrand, ohne den empfindlichen Wulstbereich zu überlasten. (Bild: Holz/»kfz-betrieb«)

Über lange Zeit dominierten Reifenmontagemaschinen mit Spannteller in den Werkstätten. Doch ihre Vorherrschaft bröckelt immer schneller – und das vollkommen zu Recht. Wenn ein Monteur – sei es aus Zeitmangel oder wegen unsachgemäßer Vorbereitung des Reifens – den Reifenwulst eines Runflat- oder UHP-Reifens notgedrungen mit roher Gewalt mit dem Montiereisen über den Felgenrand hebelt, kann er den empfindlichen Wulstkern beschädigen. Das gilt natürlich auch für den nächsten Arbeitsschritt, wenn der bei alten Montiermaschinen meist ungeregelte Motor den Reifen einfach über den Felgerand reißt, obwohl die Auflagekraft im Traktionspunkt längst zu groß ist. Im günstigsten Fall fällt das schon beim Aufpumpen oder auf der Wuchtmaschine auf, doch oft genug platzt der malträtierte Reifen erst auf der Autobahn.

Ein Reifenlift ist eine sehr sinnvolle Investition, sie entlastet die Rückenmuskulatur der Monteure enorm – das Risiko für Fehlzeiten als Folge von Bandscheibenschäden sinkt.Ein Reifenlift ist eine sehr sinnvolle Investition, sie entlastet die Rückenmuskulatur der Monteure enorm – das Risiko für Fehlzeiten als Folge von Bandscheibenschäden sinkt. (Bild: Holz/»kfz-betrieb«)

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