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Reifenmontage: Zeit für andere Dinge

| Autor / Redakteur: Jakob Schreiner / Jakob Schreiner

Die Reifenmontiermaschine „Revolution“ von Hunter holt den Reifen fast selbstständig von der Felge. Dafür muss man aber auch tief in die Tasche greifen. Die freie Werkstatt Auto Müller hat das getan und erklärt, warum sich die Investition für sie lohnt.

Die Hunter-Montiermaschine demontiert den Reifen fast selbstständig von der Felge. Die Zeit kann der Bediener anderweitig nutzen. Idealerweise nicht zum Zeitunglesen, sondern zum Wuchten der Räder.
Die Hunter-Montiermaschine demontiert den Reifen fast selbstständig von der Felge. Die Zeit kann der Bediener anderweitig nutzen. Idealerweise nicht zum Zeitunglesen, sondern zum Wuchten der Räder.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Der Geschäftsführer Mathias Müller des freien Kfz-Betriebs Auto Müller weiß, was viele seiner Kollegen sagen. Sie sind der Überzeugung, dass im Reifengeschäft kein Geld zu verdienen ist. Er sieht das gänzlich anders und meint, dass man es nur richtig angehen muss. In erster Linie will er das mit möglichst zeiteffizienten Arbeitsabläufen erreichen. Denn insbesondere gelte: „Wirtschaftlich arbeitet im Reifengeschäft nur der, der schnell arbeitet“, ist sich Müller sicher. Der zentrale Beschleuniger ist die halb automatische Reifenmontiermaschine „Revolution“ vom amerikanischen Werkstattausrüster Hunter, die sich die freie Werkstatt für über 30.000 Euro angeschafft hat.

Der Clou an dem Gerät: Es demontiert den Reifen selbstständig von der Felge. Während die Maschine also den Reifen abdrückt und ihre drei Arme die beiden Wülste über das Felgenhorn hieven, hat der Mechaniker genügend Zeit, sich um das Auswuchten eines fertig montierten Rades zu kümmern. Logischerweise geht das erst, wenn das zweite Rad auf die Maschine gespannt wurde. Hunter selbst spricht in einem Werbefilm von einer Zeitersparnis von 25 Prozent gegenüber der händischen Demontage mit einer herkömmlichen Montiermaschine. Der Bediener im Film braucht 13 Minuten, um vier Reifen zu demontieren, zu montieren und anschließend auszuwuchten.