Die großen Autohändler 2021 Reisacher ist trotz Krise erfolgreich

Von Andreas Wehner

Für das Familienunternehmen Reisacher hat die Coronakrise vor allem eines gezeigt: Wenn die generelle Aufstellung stimmt, sind auch schwierige Zeiten zu meistern. Dementsprechend optimistisch blickt Inhaber Peter Reisacher in die Zukunft.

In der Lounge im neuen Reisacher-Standort in Augsburg sollen die Kunden sich wohlfühlen.
In der Lounge im neuen Reisacher-Standort in Augsburg sollen die Kunden sich wohlfühlen.
(Bild: Reisacher)

Peter Reisacher ist jemand, der deutliche Worte findet, wenn es nötig ist. Und so hat er mit Blick auf die Chipkrise eine klare Botschaft an die Autokonzerne: „Wir haben die historische Chance, von diesen schon lange zu hohen Rabatten herunterzukommen. Doch dazu müssen die Hersteller in ihren Margensystemen endlich den Fokus von der Menge der verkauften Fahrzeuge nehmen“, sagt der BMW- und Mini-Händler aus Memmingen. In Zeiten knapper Ware gehen die Nachlässe zurück. Die Branche dürfe nicht den Fehler machen, nach der Krise weiterzumachen wie vorher. „Wenn man es klug anstellt, wird der Kunde verstehen, dass er künftig zwar mehr Geld bezahlt als früher, aber dass das eigentlich das Normalniveau ist“, ist Reisacher überzeugt.

Für ihn zeigt die Halbleiterkrise, dass ein reines Onlinegeschäft nicht funktionieren kann. Bei vielen Autos steigen nicht nur die Lieferzeiten, sondern es ändert sich durch fehlende Teile auch die Ausstattung. Um das den Kunden begreiflich zu machen, ist ein großer Kommunikationsaufwand nötig. „Das können nur Menschen managen. Da braucht es Fingerspitzengefühl einerseits und Vertrauen andererseits“, betont der Autohausinhaber. Ohne eine gute Beziehung zum Kunden klappe das nicht.