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Renault Elektro-Studie: Leicht und nicht langweilig

| Autor / Redakteur: Peter Eck/SP-X / Jens Rehberg

Der Zweisitzer soll mit seinen elegant gezeichneten Formen, der intensiven Rotlackierung, Flügeltüren, großen Rädern und einem markanten Beleuchtungskonzept nichts weniger als die ganz große Emotion wecken.

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Der Dezir – in 5 Sekunden auf 100.
Der Dezir – in 5 Sekunden auf 100.
( Archiv: Vogel Business Media )

Einen ersten Ausblick auf die künftige Renault-Optik unter dem neuen Designchef Laurens van den Acker soll die Renault-Studie eines Elektro-Coupés mit Namen Dezir geben. Wer sich da an das französische „Désir“ oder das englische „desire“ (Begierde) erinnert fühlt, liegt richtig. Der Zweisitzer will mit seinen elegant gezeichneten Formen, der intensiven Rotlackierung, Flügeltüren, großen Rädern und einem markanten Beleuchtungskonzept nichts weniger als die ganz große Emotion wecken. Erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wird die Coupé-Studie auf dem Pariser Autosalon (3. – 8. Oktober 2010).

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Neben seiner für die Marke völlig neuartigen Formgebung mit den zwei gegenläufigen Flügeltüren als Glanzlicht ist der DeZir auch ein Technologieträger. So kommt eine besonderes leichte Kevlar-Karosserie zum Einsatz, durch die das Fahrzeug lediglich 830 Kilogramm wiegen soll. Dank der windschnittigen Form und eines voll verkleideten Fahrzeugbodens beträgt der cW-Wert lediglich 0,25.

E-Motor sitzt im Heck

Um das Gewicht möglichst ideal zu verteilen, ist der Elektromotor im Heck des DeZir untergebracht. Der Synchronantrieb leistet 150 PS und entwickelt bis zu 226 Newtonmeter Drehmoment. Da diese, wie bei Elektromotoren üblich, mit der ersten Umdrehung in voller Höhe bereitstehen, benötigt das Coupé laut Renault nur zwei Sekunden, um auf Tempo 50 zu beschleunigen und weiter drei Sekunden, um 100 km/h zu erreichen. Die Lithium-Ionen-Batterie ist auswechselbar und soll eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern ermöglichen.

Die Marketing-Schreibweise „DeZir“ mit großem Z in der Mitte verweist auf die Signatur Z.E., die künftig alle Elektrofahrzeuge von Renault tragen werden. Mit der Studie demonstrieren die Franzosen und ihr neuer, vormals bei Mazda tätiger Chefdesigner, dass rationale Eigenschaften wie alternativer Antrieb, Leichtbau und die daraus resultierende geringe Umweltbelastung nicht unbedingt langweilige Einheitsautos zur Folge haben müssen.

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