Renault-Gruppe weiter auf Absatzrekordkurs

Autor: Christoph Baeuchle

In den ersten sechs Monaten 2018 hat die Renault-Gruppe im Verkauf ein kräftiges Plus eingefahren. Unterm Strichen vermarktete der Konzern mit seinen Marken knapp 2,1 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge – ein Zuwachs von knapp zehn Prozent.

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(Foto: Renault)

Die Renault-Gruppe konnte ihr Vorjahresergebnis beim Absatz nochmals verbessern. Mit knapp 2,1 Millionen verkaufter Pkw und leichter Nutzfahrzeuge hat der französische Konzern um satte 9,8 Prozent zugelegt. Auch ohne die neue Zählweise (die in China verkauften Marken Jinbei und Huasong werden seit Anfang 2018 im Verkaufsergebnis konsolidiert) legte der Absatz um mehr als fünf Prozent zu. Unterm Strich steigerte die Renault-Gruppe ihren Weltmarktanteil um 0,2 Punkte auf 4,3 Prozent.

„Mit 2,1 Millionen verkauften Fahrzeugen im ersten Halbjahr haben wir das dritte Jahr in Folge einen neuen Absatzrekord aufgestellt“, freut sich Thierry Koskas, Vertriebschef der Renault-Gruppe. „In Europa gewinnen wir weiterhin Marktanteile hinzu und erzielen auch international hervorragende Ergebnisse, insbesondere in Südamerika, Osteuropa und Afrika.”

Die Kernmarke erreichte mit 1,38 Millionen Einheiten ebenso einen Halbjahresrekord wie die Billigmarke Dacia mit 378.000 Verkäufen. Lada verbesserte sein Verkaufsergebnis um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Verkäufe der Marken Jinbei und Huasong trugen mit rund 85.000 Fahrzeugen zum Ergebnis bei.

Lediglich bei Renault Samsung Motors brachen die Verkäufe um mehr als ein Viertel auf knapp 39.000 Einheiten ein.

In Europa wuchs die Renault-Gruppe mit 4,4 Prozent auf knapp 1,1 Millionen Neuzulassungen deutlich stärker als der Markt und konnte den Anteil um 0,2 Punkte auf elf Prozent steigern. Das größte Plus erzielte Dacia mit einem Zuwachs von 14,6 Prozent auf 281.000 Neuzulassungen. Renault legte im Jahresvergleich nur leicht um 1,1 Prozent zu und erreichte einen Marktanteil von 8,1 Prozent.

Das gute erste Halbjahr stimmt die Erwartungen für die Branchenentwicklung etwas positiver: Nun geht der Konzern davon aus, dass der Weltmarkt um drei Prozent zulegt. Zuvor erwartete Renault ein Plus von 2,5 Prozent. In Europa fallen die erwarteten Zuwächse mit 1,5 Prozent deutlich geringer aus als in Russland (mehr als +10 Prozent), Brasilien (+10 Prozent), China (+5 Prozent) und Indien (+8 Prozent). Der Konzern rechnet auch für das Restjahr mit weiter steigenden Verkäufen.

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