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Renault hält an der Dieselprämie fest

| Autor: Andreas Grimm

Nach und nach haben die Hersteller und Importeure die Prämien für Neuwagenkäufe, die ältere Diesel-Pkw ersetzen, zurückgefahren. Doch Renault tanzt aus der Reihe. Die Franzosen zahlen weiterhin bis zu 7.000 Euro. Sie haben von den Rabatten bislang nicht profitiert.

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Bei Renault gibt es noch mindestens zwei weitere Monate die Dieselwechselprämie.
Bei Renault gibt es noch mindestens zwei weitere Monate die Dieselwechselprämie.
(Bild: Renault)

Um möglichst viele alte Diesel-Pkw von den Straßen zu bekommen und somit die Abgasemissionen zu drücken, zahlen viele Autobauer bereits seit dem Herbst 2017 Abwrack- oder Wechselprämien – und befeuerten damit den Neuwagenmarkt. Nach und nach sind diese Rabatte nun ausgelaufen. Doch Renault legt jetzt nochmals nach.

Der Importeur gewährt seine Dieselwechselprämie noch bis zum 31. August. So lange erhalten Privatkunden, die ihren alten Diesel-Pkw mit den Abgasnormen Euro 4 oder schlechter beim Kauf eines Renault-Neuwagens in Zahlung geben, bei einem teilnehmenden Renault-Händler bis zu 7.000 Euro Nachlass auf das Neufahrzeug. Das Angebot gilt für Altdiesel-Fahrer aller Marken, die bis zum 31. August 2018 einen Pkw mit Diesel- oder Benzinmotor kaufen und das Neufahrzeug bis zum 31. Oktober 2018 zulassen.

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Den Maximalbetrag streichen Käufer des Crossover-Vans Espace ein, beim Kauf des Kleinstwagen Twingo am anderen Ende des Markenportfolios gibt es 2.000 Euro. Voraussetzung ist, dass der Altwagen mindestens sechs Monate auf den Kunden zugelassen ist.

Offiziell will Renault mit der Prämie Anreize schaffen, Altdiesel durch ein neues Fahrzeug mit moderner Abgasreinigung zu ersetzen. Doch gleichzeitig waren und sind die verschiedenen Aktionen der Hersteller Programme zur Absatzförderung, wie der starke Anstieg der Neuzulassungen im Privatkundenmarkt in den vergangenen Monaten belegt. Doch Renault konnte die allgemeine Aufwärtsentwicklung des Neuwagenmarkts in Deutschland in diesem Jahr nicht mitgehen. Per Ende Mai lagen die Renault-Erstzulassungen sogar um 0,1 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Für das zweite Halbjahr rechnen Marktexperten nun sogar mit einem Zulassungsrückgang, da die lange gewährten Umstiegsprämien vorgezogene Neuanschaffungen bewirkt haben. „Wenn diese Aktionen zur Jahresmitte auslaufen, dürfte es eine Delle geben“, hatte etwa der Automarkt-Experte der Wirtschaftsberatung EY, Peter Fuß, Anfang Juni prognostiziert.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«