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Renault: Stefan Müller verliert Kampf um Ghosn-Nachfolge

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Lange hatte vieles darauf hingedeutet, dass der nächste Renault-Chef aus Deutschland kommt. Doch Renault-Vorstand Stefan Müller hat laut Presseberichten den Machtkampf gegen einen einheimischen Konkurrenten verloren.

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Stefan Müller steht laut Presseberichten vor dem Rückzug aus dem Renault-Vorstand.
Stefan Müller steht laut Presseberichten vor dem Rückzug aus dem Renault-Vorstand.
(Foto: Renault)

An der Spitze des Renault-Konzerns bahnt sich ein Wechsel an. Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Reuters“ wird der bisherige Vorstand für das operative Geschäft, Stefan Müller, den Autobauer verlassen. Müller wurde seit Mitte letzten Jahres verstärkt als Nachfolger von Carlos Ghosn gehandelt. Der 63-Jährige ist derzeitig Chef von Renault selbst sowie der Renault-Nissan-Allianz.

Im Juni 2017 hatte es geheißen, es solle noch im Laufe des Jahres eine starke Nummer zwei im Konzern geschaffen werden. Dieser Schritt unterblieb jedoch. Gehandelt wurden damals als Kandidaten neben Müller die Nissan-Manager Jose Munoz und Yasuhiro Yamauchi.

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Inzwischen ist ein weiterer Name im Spiel: der Franzose Thierry Bolloré, ein früherer Top-Manager des Reifenherstellers Michelin und des Zulieferers Faurecia. Er verantwortet seit September 2013 bereits als Chief Competitive Officer die Wettbewerbsfähigkeit der Renault-Gruppe. Laut der Zeitschrift „Journal d‘Automobil“ hat Bolloré insbesondere die Unterstützung des französischen Staates, der derzeit rund 15 Prozent der Anteile am Autobauer hält.

An diesem Donnerstag, 15. Februar, soll die Amtszeit von Carlos Ghosn ein letztes Mal verlängert werden, schreibt die Zeitung „Le Monde“. In diesem Zuge soll auch die Nummer zwei im Konzern – und damit Ghosns perspektivischer Nachfolger – ernannt werden.

Diese Frage könnte nun entschieden sein. Bestätigt sich der Abgang von Müller, würde aus der Gruppe möglicher Nachfolger „einer der begabtesten Prinzen“ gehen, zitiert die Zeitung einen ungenannten Renault-Kenner. Sein Rückzug würde das Machtgefüge im Konzern verändern. Vom Autobauer selbst hieß es auf „Reuters“-Anfrage nur, Müller habe das Unternehmen bisher nicht verlassen. Ob dies geplant sei, ließ der Sprecher offen.

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