Renault Symbioz: Wenn Auto und Wohnhaus verschmelzen

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Renault experimentiert derzeit mit der Studie Symbioz, wie sich der Auto-Innenraum der Zukunft an das Wohnambiente annähern könnte. Der Wagen fährt elektrisch und autonom und lässt sich in das Wohnzimmer integrieren.

Firma zum Thema

Ein 680 PS starker Elektromotor treibt die Symbioz-Studie an.
Ein 680 PS starker Elektromotor treibt die Symbioz-Studie an.
(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Ein Auto als Erweiterung des Hauses: Renault probiert mit der Studie Symbioz die Verbindung von Mobilie und Immobilie. Neben der knapp 4,70 Meter langen autonomen Limousine präsentierten die Franzosen bereits auf der IAA in Frankfurt die Studie eines dazu passenden Wohnhauses. Für das Auto haben die Entwickler aber nicht etwa eine Garage vorgesehen, sondern einen prominenter Platz mitten im Wohnzimmer.

Das Designteam um Renaults Chefgestalter Laurens van den Acker will mit dem Konzept-Duo einerseits zeigen, wie sich das Platzproblem in den Großstädten der Zukunft lösen kann. Außerdem soll die Studie die neue Rolle des Innenraums in Zeiten automatisierten Fahrens aufzeigen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Wie in einem Wohnzimmer lassen sich etwa die jeweils zwei Sessel vorne und hinten zu einer Sitzgruppe zueinander drehen. Ein Kuppeldach aus Glas lässt Licht in das Fahrzeug, Materialien wie Filz, Holz und Marmor sollen eine wohnliche Anmutung vermitteln. Sowohl auf der Straße als auch auf dem Parkplatz im Haus will der Symbioz Wohnqualität vermitteln.

Als Antrieb der futuristischen Limousine dient ein 500 kW/680 PS starker Elektromotor, der den Viersitzer in knapp sechs Sekunden auf Reisegeschwindigkeit beschleunigt. Wahlweise lässt sich die Limousine per Hand oder aber komplett vom Computer steuern.

Die entsprechende Technologie ist aber noch Zukunftsmusik, wird nach Renault-Prognose frühestens 2030 einsatzbereit sein. Schon 2023 soll jedoch eine abgespeckte Variante in Serie gehen, ein entsprechendes Fahrzeug wird auf Basis der Studie bereits entwickelt und soll noch in diesem Jahr erprobt werden.

IAA 2017: So stellen sich die Hersteller die Zukunft vor
Bildergalerie mit 36 Bildern

(ID:44901494)