Renault und Brilliance arbeiten zusammen

Redakteur: Christoph Baeuchle

Gemeinsam mit BMW-Partner Brilliance will Renault den Eintritt in den chinesischen Markt für leichte Nutzfahrzeuge schaffen. Die Anteile am gemeinsamen Joint Venture erhielt der französische Hersteller ziemlich günstig.

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Die Renault-Gruppe will auf dem chinesischen Markt eine wichtigere Rolle spielen.
Die Renault-Gruppe will auf dem chinesischen Markt eine wichtigere Rolle spielen.
( Renault)

Ein Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller Brilliance China Automotive (BCA) soll der Renault-Gruppe den Weg in den chinesischen Markt für leichte Nutzfahrzeuge (LCV) ebnen: Grundlage des gemeinsamen Unternehmens ist die Minibus-Sparte Shenyang Brilliance Jinbei Automobile (SBJ), von der Brilliance künftig 51 Prozent und Renault die verbliebenen 49 Prozent gehören.

Durch die Bündelung der Kräfte mit CBA will Renault-Chef Carlos Ghosn den französischen Hersteller zu einem der großen Spieler auf dem chinesischen Nutzfahrzeugmarkt machen. „Wir werden unsere Managementfähigkeiten und unser Wissen über Produkte und Technologie in das Joint Venture einbringen“, kündigte Ghosn laut Pressemitteilung an.

Geld muss der Autobauer dagegen wenig für den 49-prozentigen Anteil investieren: Symbolisch zahlt Renault einen Yuan, also gut zehn Cent. Allerdings wollen die beiden Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg noch 1,5 Milliarden Yuan (etwa 200 Millionen Euro) in die einst strauchelnde CBA-Geschäftseinheit investieren. Entsprechend den Anteilen wollen beide Hersteller jeweils rund die Hälfte dazu beitragen.

BMW-Partner Brilliance hofft, so seine Minibus-Sparte wieder auf Erfolgskurs bringen zu können. Laut der Nachrichtenagentur war der Geschäftsbereich in den vergangenen beiden Jahren tief in den roten Zahlen: Die Verluste summierten sich auf rund 1,1 Milliarden Yuan (knapp 150 Millionen Euro). Im vergangenen Jahr hat SBJ in China lediglich knapp 63.000 Minibusse und MPVs verkauft.

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