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Renault verbucht gute Geschäfte, aber weniger Gewinn

| Autor: Andreas Grimm

Der französische Autobauer hat seinen Absatz im ersten Halbjahr deutlich gesteigert. Gleichzeitig sinkt aber das Nettoergebnis. Die Ursachen für diese Diskrepanz liegen nicht in der Hand der Renault-Führung.

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(Bild: Renault)

Der wirtschaftliche Gegenwind, mit dem zuletzt etwa Daimler oder Fiat Chrysler kämpften, hat im ersten Halbjahr 2018 auch Renault erfasst. Wie der französische Autobauer am Freitag mitteilte, ist der Gewinn deutlich gesunken. Das Konzern-Nettoergebnis fällt mit 2,04 Milliarden Euro um 16,3 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig legte der Absatz weltweit um 9,8 Prozent auf 2,07 Millionen Fahrzeuge zu.

Die Ursache für das geringere Ergebnis liegt in der Beteiligung am japanischen Hersteller Nissan, die weniger abwarf als vor einem Jahr. Die Franzosen halten 43 Prozent an dem japanischen Autobauer. Nissan hatte für das vergangene Quartal einen Gewinnrückgang um 28 Prozent vermeldet.

Das eigentliche Renault-Geschäft dagegen lief besser: Im ersten Halbjahr wuchs der Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf knapp 30 Milliarden Euro (ohne Wechselkurseffekte: + 6,8 % ). Ursache für die vergleichsweise langsame Entwicklung ist der starke Euro. Mit einer operativen Marge von 1,914 Milliarden Euro (+ 6,4 %) erzielte die Renault-Gruppe einen neuen Bestwert für ein erstes Halbjahr.

„Die Resultate stimmen uns zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen”, sagte Renault-Chef Carlos Ghosn bei der Vorstellung der Zahlen. Der Autobauer werde dazu weiter auf die Strategie der regionalen Diversifizierung und neue Produkte setzen.

Die Eckdaten für diese Ziele stimmen: Für das Gesamtjahr 2018 erwartet Renault einen Zuwachs des weltweiten Automobilmarktes um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (bislang plus 2,5 Prozent). Für Europa rechnet Renault mit einem Plus von 1,5 Prozent (bislang plus 1 Prozent),

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«