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Renault-Vorstand Müller zieht sich zurück

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Einen Deutschen an der Spitze eines französischen Autobauers wird es vorerst nicht geben. Der Vorstand für das operative Renault-Geschäft, Stefan Müller, verlässt das Unternehmen – offiziell aus gesundheitlichen Gründen.

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Stefan Müller scheidet aus dem Renault-Vorstand aus.
Stefan Müller scheidet aus dem Renault-Vorstand aus.
(Bild: Renault)

Renault-Vorstand Stefan Müller wird den Autobauer verlassen. Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, habe Müller entschieden, sich aus gesundheitlichen Gründen mit Wirkung zum 19. Februar zurückzuziehen, hieß es. Der 56-Jährige war seit 2012 bei Renault und verantwortete im Vorstand das operative Geschäft (Chief Performance Officer).

Renault-Chef Carlos Ghosn bedauerte den Rückzug. Müller habe erheblichen Anteil an der Entwicklung und dem Wachstum des Autobauers gehabt. Er hinterlasse eine gesunde Basis für ein weiteres profitables Wachstum im Rahmen des Zukunftsplans „Drive the Future“.

Vorangegangen waren der Entscheidung allerdings Spekulationen, Müller habe den Machtkampf um die Ghosn-Nachfolge im Unternehmen verloren. Seit Mitte 2017 wird bei dem Autobauer darum gerungen, wer zur Nummer zwei in der Konzernhierarchie aufsteigt. Neben Müller waren mindestens drei weitere hochrangige Manager im Gespräch.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hatte sich zuletzt der französische Staat, ein wichtiger Anteilseigner von Renault, für Thierry Bolloré ausgesprochen. Der frühere Michelin- und Faurecia-Manager ist seit September 2013 für Renault tätig und verantwortet als Chief Competitive Officer die Wettbewerbsfähigkeit der Renault-Gruppe.

Vor seinem Wechsel zu Renault war Müller in Deutschland ADAC-Chef. Zuvor hatte er für Volkswagen gearbeitet.

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