Toyota & Lexus-Händlerverband Renditeziel von 2,6 Prozent trotz kritischer Entwicklungen

Von Julia Mauritz

Sei es bei der Rendite, der Bestellbarkeit von Neuwagen oder dem partnerschaftlichen Verhältnis zum Importeur: Im Vergleich mit anderen Fabrikaten stehen die deutschen Toyota-Händler gut da. Dennoch sieht der Händlerverband Handlungsbedarf bei einigen wichtigen Punkten.

Frank Levy, Präsident des TLHV, schätzt das partnerschaftliche Verhältnis mit Toyota Deutschland.
Frank Levy, Präsident des TLHV, schätzt das partnerschaftliche Verhältnis mit Toyota Deutschland.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Die andauernden Lieferengpässe, die verpflichtende Abnahme von Zubehör und die Sorge, Kunden zu verlieren durch zu geringe Verkaufshilfen in Kombination mit zu starken Preissteigerungen und zu hohen Zinssätzen: Präsident Frank Levy brachte auf der Jahreshauptversammlung des Toyota- und Lexus-Händlerverbands (TLHV) am Freitag gleich mehrere kritische Themen zur Sprache. Sie alle wirken sich negativ auf das operative Geschäft der Autohäuser aus. Gleichzeitig wies Levy aber darauf hin, dass die deutschen Toyota-Partner im Vergleich mit manch anderem Fabrikat noch in einer verhältnismäßig guten Lage seien.

Tatsächlich können die Toyota-Händler zumindest momentan noch regulär Neuwagen bestellen. Vertragskündigungen stehen nicht im Raum, und der Kölner Importeur hält am klassischen Vertrieb über den Handel fest, wenngleich er eine stärkere Filialisierung anstrebt und die Zahl der Unternehmer in diesem Zuge sinken soll. Auch die Renditesituation ist bei der japanischen Marke erfreulich: Im Schnitt erwirtschafteten die Toyota-Händler per Februar 2022 bei einem gestiegenen Umsatz rund 2,6 Prozent Rendite – ein Wert, den Mario Köhler, Vertriebschef von Toyota Deutschland, auch für das Gesamtjahr 2022 anstrebt.