Repanet: Netzwerken vor Alpenpanorama

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Workshops, Vorträge und nicht zuletzt die Gelegenheit zum Netzwerken: Im malerisch gelegenen Saalfelden konnten sich die Teilnehmer der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung über aktuelle Trends und Fachthemen informieren und mit Experten diskutieren.

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Die diesjährige Hauptversammlung zum 20-jährigen Repanet-Jubiläum fand in Saalfelden in Österreich statt.
Die diesjährige Hauptversammlung zum 20-jährigen Repanet-Jubiläum fand in Saalfelden in Österreich statt.
(Bild: Repanet)

Die Jahreshauptversammlungen des Werkstatt-Netzwerkes Repanet (Standox) sind mehr als ein reiner Mitgliedertreff. Über drei Tage hinweg hatten die Mitglieder im Juni die Möglichkeit, sich bei Expertenvorträgen, einer Begleitausstellung sowie Workshops über aktuelle Trends und Herausforderungen in der Branche zu informieren. Vor der Kulisse der Tiroler Alpen im österreichischen Saalfelden feierte Repanet zudem sein 20-jähriges Bestehen. Die Organisatoren sorgten für eine ausgewogene Balance zwischen umfangreichem Rahmenprogramm und Zeit zum Netzwerken.

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IT im Fahrzeug und im Betrieb

Einen wichtigen Aspekt, der Karosserie- und Lackierbetriebe künftig vor Herausforderungen stellen wird, griff Professor Willi Diez, Leiter des Ifa-Instituts, in seinem Vortrag zur „Zukunft des Automobils“ auf: Der rasante Fortschritt in der Fahrzeugtechnologie, beispielsweise durch Fahrerassistenzsysteme und Digitalisierung, und die Herausforderungen für die Betriebe bei der Reparatur. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Vernetzung und automatisiertem Fahren sei die fehlerfreie Funktion aller im Fahrzeug verbauten Systeme unverzichtbar. Dies sicherzustellen, sei künftig eine anspruchsvolle Aufgabe für Kfz-Betriebe.

Dass der digitale Fortschritt auch in den Betrieben kontinuierlich voranschreitet, wurde in den Workshops der Hauptversammlung deutlich. So informierte der Unternehmensberater Michael Zülch die Teilnehmer über betriebswirtschaftliche Aspekte der Unternehmensführung. Er stellte heraus, wie wichtig es sei, betriebliche Kennzahlen korrekt aufzuarbeiten und auszuwerten. Gemeinsam mit Repanet präsentierte er ein speziell für Karosserie und Lackierfachbetriebe entwickeltes Programm: den sogenannten „Kennzahlen-Kompass“. Diese Software soll es Inhabern ermöglichen, verlässliche und transparente Zahlen zu ermitteln, um ihre wirtschaftliche Situation zu ermitteln und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen zu können.

Ein weiterer Workshop unter der Leitung des Rechtsanwalts Elmar Fuchs und des Sachverständigen Tobias widmete sich den Aspekten Rechnungskürzung sowie Reparaturkostenkalkulation. Die beiden Experten gaben den Teilnehmern Tipps für den betrieblichen Alltag, wie die Unternehmer Kosten sparen können.

Schulung und Firmenkultur

Im Rechenschaftsbericht des Repanet-Vorstandes informierten die beiden Vorstandsmitglieder Margarita Debos und Andreas Keller über die Entwicklung und Aktivitäten des Werkstatt-Netzwerkes der vergangenen Jahre und gaben einen Ausblick auf künftige Schwerpunkte. So soll neben den bestehenden Schulungs- und Trainingsangeboten, die sich der fachlichen Weiterbildung widmen, auch ein Fokus auf die Bildung einer positiven Atmosphäre und Firmenkultur in den Mitgliedsbetrieben gelegt werden. „Man sollte dies auf keinen Fall unterschätzen“, erklärte Margarita Debos. „Solche Faktoren spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Gewinnung und langfristigen Bindung von qualifizierten Mitarbeitern. Und das sind Themen, die unsere Branche beschäftigen.“

Auch das gesellige Miteinander kam in Saalfelden nicht zu kurz. Zu den Höhepunkten zählten die Auftritte der Comedians Bernd Stelter und Sanjay Shihora. Auch die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten rund um das Tagungshotel „Brandlalm“ – darunter eine Kartbahn, ein Hochseilgarten und ein Offroad-Erlebnispark – boten viel Spaß.

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