Reparaturkalkulation: Mehraufwand berechnen

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Vera Preising

Seit Jahren monieren Reparaturbetriebe, dass der administrative Aufwand bei der Abwicklung von Versicherungsschäden ständig steigt. Versicherer erklären, ihre Prozesse weitgehend digitalisiert zu haben. Die IFL-Studie „Chronos“ soll zeigen, wer recht hat.

K&L-Betriebe wollen eigentlich nur die Schäden reparieren, müssen sich aber zunehmend mit administrativen Aufgaben beschäftigen.
K&L-Betriebe wollen eigentlich nur die Schäden reparieren, müssen sich aber zunehmend mit administrativen Aufgaben beschäftigen.
(Bild: Wenz/»F+K«)

Unfallinstandsetzung und Vorgabezeiten der Fahrzeughersteller – diese beiden Themen bergen nahezu ohne Ende Konfliktstoff. Glaubt man den Aussagen von Rechtswissenschaftlern, dann gibt es da allerdings keinen zwingenden Zusammenhang. Professor Dr. Christian Huber von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen sagte schon im Jahr 2014 auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, dass die Zeitvorgaben der Hersteller in der Karosserieinstandsetzung eher unverbindlich seien und maximal eine Empfehlung sein könnten.

Jedoch gelten die Herstellervorgaben allgemein als Grundlage, die insbesondere in der Unfallreparatur immer wieder bemüht wird. Für die Kalkulation einer Reparatur beziehungsweise für das Schadengutachten stellen sich die Fragen: Was steht in der Reparaturanleitung der Fahrzeughersteller? Und welche Arbeitszeit kann hierfür angesetzt werden?