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Reparaturkosten: Preise schwanken deutschlandweit um über 20 Prozent

| Autor: Jakob Schreiner

Nicht nur für ihre Mieten zahlen die Münchner im Schnitt am meisten: Auch für die Servicearbeiten müssen die Kunden dort tiefer in die Tasche greifen als in 20 anderen deutschen Großstädten. Das ergab ein Analyse des Online-Reparaturportals Autobutler.de.

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Während in München 1.351 Euro für die Reparatur fällig werden, sind es beispielsweise in Leipzig über 230 Euro weniger.
Während in München 1.351 Euro für die Reparatur fällig werden, sind es beispielsweise in Leipzig über 230 Euro weniger.
(Bild: ZDK)

Die Kosten für eine Kfz-Reparatur unterscheiden sich im deutschlandweiten Vergleich stark. Um mehr als 20 Prozent differieren die Preise, wie das Online-Reparaturportal Autobutler in einer aktuellen Analyse aufzeigt. Sie variieren zwischen 1.119 und 1.351 Euro für die gleichen Arbeiten.

Demnach zahlen Kunden in München, Hannover und Hamburg am meisten für die Servicearbeiten. Vergleichsweise günstig kommen dagegen Autofahrer in Münster, Dresden und Leipzig davon. Sie liegen deutlich unter dem Durchschnittspreis von 1.250 Euro. Mit höheren Werkstattrechnungen müssen Einwohner des Ruhrgebiets rechnen: In Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen und Duisburg lagen die Kosten über dem Durchschnittswert.

Grundlage für den Vergleich waren Reparaturkosten für einen VW Golf VII 1,5 TSI Variant, bei dem folgende Reparaturen oder Servicearbeiten durchgeführt werden sollten:

  • Glühlampe am Abblendlicht tauschen
  • Faltenbalg der Achswelle außen erneuern
  • Bremsscheiben und -beläge vorne wechseln
  • Licht einstellen
  • Spurstangengelenk erneuern
  • Luftfilter tauschen
  • Ventildeckeldichtung tauschen

Die Berechnung der Kosten erfolgte auf Grundlage der durchschnittlichen Dekra-Reparatur-Stundensätze in den jeweiligen Städten. Die Preise verstehen sich inklusive der Mehrwertsteuer und den Kosten für Ersatzteile.

Die preislichen Unterschiede erklärt Autobutler.de unter anderem dadurch, dass in einigen Regionen ein größerer Wettbewerb unter den Werkstätten herrsche. Wenn Werkstätten freie Kapazitäten hätten, führten sie bestimmte Arbeiten günstiger durch. Außerdem seien saisonale Preisschwankungen – etwa während der Reifenwechselsaison – ebenfalls mit verantwortlich. Das Onlineportal stellt aber auch klar, dass es bei einer Reparatur nicht nur auf freie Kapazitäten und den Preis ankomme, „sondern natürlich auch auf Fachkenntnisse“ der Werkstätten.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik